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Harald Clark
 Oct 10, 2018
Daily world news in slow German, with full text in show description, great for learning, no ridiculous adverts or sponsors.

Description

Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Episode Date
22.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
07:19
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Anzeichen für weitere C-Waffen-Attacke in Syrien Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen möglichen neuen Chemiewaffen-Angriff der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. In einer Erklärung des Außenministeriums in Washington ist die Rede von einer "mutmaßlichen Chlorgas-Attacke im Nordwesten Syriens am Morgen des 19. Mai." Demnach könnte der Kampfstoff während der Offensive in der von Dschihadisten kontrollierten Region Idlib zum Einsatz gekommen sein. Sollten sich die Hinweise bestätigten, werde man "schnell und in angemessener Weise reagieren", erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Proteste gegen Wiederwahl von Indonesiens Präsidenten In Indonesien sind bei Unruhen nach der Wiederwahl von Präsident Joko Widodo mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten und Ex-Generals Prabowo Subianto waren in der Nacht vor das Gebäude der staatlichen Wahlkommission gezogen. Sie warfen Steine auf Polizisten, mehrere Autos gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab mehr als 200 Verletzte. Joko hat die Wahl dem amtlichen Endergebnis zufolge mit mehr als 55 Prozent der Stimmen gewonnen. Prabowo wirft ihm Wahlmanipulation vor. Deutsch-tunesischer UN-Experte auf freiem Fuß Der wegen Spionageverdachts in Tunesien festgenommene UN-Experte Moncef Kartas ist wieder frei. Ein Gericht entschied, den Deutsch-Tunesier gegen Kaution aus dem Gefängnis zu entlassen, wie Kartas' Anwälte mitteilten. Allerdings droht ihm weiterhin ein Prozess. Kartas ist Mitglied des Expertenrates der Vereinten Nationen, der Verletzungen des Waffenembargos gegen Libyen untersucht. Ihm wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Tunesien "inoffizielles Sammeln von Informationen mit Terrorismusbezug" vorgeworfen. Frontex beginnt Einsatz in Albanien Beamte der EU-Grenzschutzbehörde Frontex werden zum ersten Mal außerhalb der Europäischen Union eingesetzt. Sie werden in Albanien von diesem Mittwoch an gemeinsam mit einheimischen Kräften die Grenze zu Griechenland bewachen, wie Frontex mitteilte. EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos sprach von einem historischen Schritt bei der "Bewältigung der Migration". Die Aktion solle dazu beitragen, Albanien enger an die Europäische Union zu binden. Der Schutz der gemeinsamen Grenzen sei eine Herausforderung, die beide Seiten gemeinsam hätten, betonte der griechische Kommissar. Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord seien 26 Afghanen gewesen, wurde am Flughafen mitgeteilt. Es war die 24. Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Insgesamt haben Bund und Länder knapp 600 afghanische Männer auf diese Weise abgeschoben. Kritiker des Vorgehens weisen darauf hin, dass die Sicherheitslage in Afghanistan weiter schlecht sei. Im Kampf gegen Taliban und die Terrormiliz IS wurden nach UN-Angaben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 581 Zivilisten getötet, knapp 1200 wurden verletzt. Hunderte Polizisten im Einsatz gegen irakische Rockerbande in Deutschland Mit einem Großaufgebot geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die irakische Rockerorganisation "Al-Salam-313" vor. Mehrere Hundert Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen in Essen und zehn weiteren Städten im Ruhrgebiet und Raum Köln, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Essen mit. Neben dem Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln gehe es um gefälschte Ausweise sowie Schleuserkriminalität. Die irakischen Rocker stehen auch im Verdacht, Milizen in ihrem Heimatland mit illegalem Geld unterstützt zu haben. Van der Bellen wendet sich an Bürger und Parteien Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat angesichts der schweren Regierungskrise in seinem Land versucht, den Bürgern Mut zu machen. "Wir kriegen das schon wieder hin", sagte er wörtlich in einer Ansprache. An die Parteien des Landes appellierte Van der Bellen, ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Unklar ist, ob Kanzler Sebastian Kurz im Amt bleiben kann. Die nach der "Ibiza-Affäre" aus dem Kabinett gedrängte rechtspopulistische FPÖ und die oppositionellen Sozialdemokraten könnten mit ihren Stimmen den Kanzler über ein Misstrauensvotum stürzen.
May 22, 2019
21.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
05:40
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Österreichs Kanzler Kurz droht Misstrauensantrag im Parlament Die sogenannte Ibiza-Affäre hat Österreich in eine schwere Staatskrise getrieben. Alle Minister der rechtspopulistischen FPÖ werden ihre Ämter niederlegen, wie die Partei mitteilte. Sie reagierte damit auf die vorherige Ankündigung des konservativen Kanzlers Sebastian Kurz, den Bundespräsidenten um die Entlassung des umstrittenen Innenministers Herbert Kickl zu bitten. Kurz muss zudem mit einem Misstrauensantrag im Parlament rechnen, den die FPÖ und die oppositionellen Sozialdemokraten möglicherweise unterstützen würden. Iran erhöht seine Uran-Produktion um das Vierfache Nach der Aussetzung von Teilen des internationalen Atomabkommens fährt der Iran die Uran-Anreicherung hoch. Der Prozess sei bei schwach angereichertem Material vervierfacht worden, teilte die iranische Atomorganisation mit. Unklar ist, ob der Iran damit nun über mehr Uran als die ihm im Vertrag zugestandenen 300 Kilogramm verfügt. In der Vereinbarung war zudem ein Anreicherungsgrad von etwa 3,67 Prozent zugelassen. Für Kernwaffen werden 90 Prozent benötigt. Trump verhindert Aussage seines Ex-Beraters vor dem US-Kongress US-Präsident Donald Trump blockiert die Aussage eines früheren Beraters vor dem US-Kongress. Der Justizausschuss wollte den ehemaligen Rechtsberater Don McGahn an diesem Dienstag zu den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller befragen. Das Weiße Haus teilte jedoch mit, man habe McGahn angewiesen, dem nicht Folge zu leisten. Zur Begründung sagte Trumps Sprecherin, Sarah Sanders, man folge der rechtlichen Einschätzung des Justizministeriums, wonach McGahn nicht zu einer solchen Aussage gezwungen werden könne. Venezuelas Machthaber Maduro will ein neues Parlament wählen lassen Im Machtkampf in Venezuela hat sich Präsident Nicolas Maduro für vorgezogene Parlamentswahlen ausgesprochen. Auf Twitter kündigte Maduro an, er wolle eine neue Abstimmung, um zu zeigen, wer mehr Rückhalt in der Bevölkerung genieße. Die Opposition um ihren Anführer Juan Guaidó hatte 2015 die Wahlen zur Nationalversammlung gewonnen und ist bis Ende 2020 gewählt. Guaidó wies Maduros Vorschlag zurück und bekräftigte seine Forderung nach einem Ende von dessen "widerrechtlicher Herrschaft". Maduro war vor einem Jahr in höchst umstrittenen Präsidentenwahlen für eine zweite Amstzeit gewählt worden. Indonesiens Präsident Joko Widodo kann weiterregieren Fünf Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Indonesien ist Amtsinhaber Joko Widodo offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt der 57-Jährige rund 55,5 Prozent der Wählerstimmen. Sein Herausforderer Prabowo Subianto kam demnach auf 44,4 Prozent. Indonesien ist die drittgrößte Demokratie der Welt. In dem südostasiatischen Land waren mehr als 154 Millionen Bürger aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. Das Wahlergebnis wurde aus Sorge vor Unruhen ohne vorherige Ankündigung bekanntgegeben. Trauer um Niki Lauda Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Der dreifache Weltmeister aus Österreich starb im Alter von 70 Jahren, wie seine Familie bestätigte. Lauda hatte sich im August vergangenen Jahres einer Lungentransplantation unterziehen müssen. Das Organ war bereits durch seinen schweren Unfall 1976 auf dem Nürburgring vorgeschädigt. Seit dem Unglück litt Lauda, der sich später als Flug-Unternehmer einen Namen machte, an diversen gesundheitlichen Problemen.
May 21, 2019
20.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
06:57
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Österreichs Kanzler will FPÖ-Minister entlassen Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will nach dem Rücktritt von Heinz-Christian Strache noch einen weiteren Spitzenpolitiker der FPÖ loswerden. Nach Angaben von Kanzleramtsminister Gernot Blümel ist Kurz nicht bereit, mit Innenminister Herbert Kickl weiterzuregieren. Blümel begründete dies mit der Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung nach Auftauchen des sogenannten Ibiza-Videos. Die FPÖ wiederum droht, im Fall einer Entlassung Kickls verließen alle ihre Regierungsmitglieder umgehend das Kabinett. Die Neuwahl des Parlaments ist für September geplant. Neuer ukrainischer Präsident wird ins Amt gewählt Einen Monat nach seiner Wahl ist Wolodymyr Selenskyj auch offiziell neuer Präsident der Ukraine. Der frühere Komiker legt zur Zeit bei einer feierlichen Sitzung des Parlaments den Amtseid ab. An der Zeremonie nehmen auch ausländische Staatsgäste teil; Deutschland wird vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff vertreten. Selenskyj verfügt im Parlament über keine eigene Mehrheit, um Reformen durchzusetzen. Es gibt daher schon Spekulationen, der 41-Jährige werde sich nicht lange an der Macht halten können. Trump droht dem Iran mit Vernichtung Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit dessen Zerstörung gedroht. Auf Twitter schrieb Trump: "Wenn der Iran kämpfen will, dann wird das das offizielle Ende des Iran." Weiter forderte er das Land auf, den Vereinigten Staaten nie wieder zu drohen. Zuvor hatte sich der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden kämpferisch geäußert. Zwar wollten der Iran und seine Revolutionsgarden keinen Krieg, betonte Hussein Salami der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge. Allerdings hätten sie anders als die US-Truppen keine Angst vor dem Tod. Huawei bekommt Probleme mit Smartphones Der Konfrontationskurs von US-Präsident Donald Trump gegen chinesische Telekommunikationsunternehmen bringt den Smartphone-Hersteller Huawei in ernste Probleme. Das Unternehmen darf künftig die offizielle Version des Handy-Betriebssystems Android nicht mehr nutzen. Das hat der US-Konzern Google als Hersteller von Android bekannt gegeben. Es bedeutet, dass Huawei-Smartphones keine offiziellen Updates mehr bekommen und neue Geräte deutlich weniger Funktionen haben. Die USA verdächtigen Huawei, Spionagesoftware in seine Geräte einzubauen. Sudans Militärrat und Opposition verhandeln wieder Im Sudan haben nach internationalen Appellen das Militär und die Opposition ihren Dialog über eine zivile Übergangsregierung wieder aufgenommen. Wie der Militärische Übergangsrat mitteilte, wurden die Gespräche am Sonntagabend fortgesetzt. Der Militärrat hatte sie am Mittwoch unterbrochen und die oppositionellen Demonstranten in der Hauptstadt Khartum aufgefordert, Straßenblockaden abzubauen. Am Freitag wurden daraufhin mehrere Barrikaden entfernt. Nach dem Sturz des autoritären Staatschefs Omar al-Baschir vor einem Monat war zunächst ein Militärrat eingesetzt worden. Italien lässt Migranten von "Sea-Watch 3" an Land Die verbliebenen 47 Migranten auf dem privaten deutschen Rettungsschiff "Sea-Watch 3" sind in Italien an Land gelassen worden. Die Menschen waren zuvor von dem Rettungsschiff auf ein Polizeiboot umgestiegen. Die "Sea-Watch 3" wurde beschlagnahmt. Die Aufnahme der Migranten geschah offenbar gegen den Willen von Innenminister Matteo Salvini. Er äußerte sich im sozialen Netzwerk Twitter verärgert über die Entwicklungen. Die "Sea-Watch 3" hatte vergangenen Mittwoch vor der Küste Libyens insgesamt 65 Migranten gerettet. Am Freitag durften bereits 18 Menschen auf Lampedusa an Land gehen. Rakete explodiert in Sicherheitszone in Bagdad In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist in der hoch gesicherten Grünen Zone eine Rakete eingeschlagen. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte das irakische Militär mit. In der Grünen Zone liegen unter anderem Ministerien, das Parlament und Botschaften westlicher Staaten. Aus Angst vor Terroranschlägen ist der Zugang stark beschränkt. Die USA hatten einen Teil ihrer Botschaftsmitarbeiter wegen Spannungen in der Region erst vor wenigen Tagen abgezogen. Auch die Bundeswehr hatte ihren Ausbildungseinsatz im Irak deshalb kurzzeitig ausgesetzt, er soll jedoch fortgesetzt werden.
May 20, 2019
18.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
06:38
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Massive Kritik an Österreichs Vizekanzler Strache Nach Bekanntwerden eines kompromittierenden Videos fordert Österreichs Opposition den Rücktritt von Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die Sozialdemokraten sprachen vom "größten Skandal" in der jüngeren Geschichte des Landes. Die liberale Partei Neos erklärte, Neuwahlen seien "unvermeidlich". Wie aus den Filmaufnahmen hervorgeht, soll Strache vor der Parlamentswahl 2017 bereit gewesen sein, einer angeblichen russischen Oligarchin für Wahlkampfhilfe öffentliche Aufträge zuzuschanzen. Die FPÖ bereitet "Rechtsschritte" vor, da das Video "offensichtlich illegal" aufgenommen wurde. Trump beklagt sich über die EU Im Handelskonflikt mit der EU hat US-Präsident Donald Trump wieder Vorwürfe gegen Europa erhoben und dabei erneut deutsche Autos ins Visier genommen. Trump sagte bei einem Treffen mit Vertretern der Immobilienbranche, die Europäische Union behandele die USA schlechter als China. Er kritisierte, die EU schicke Mercedes-Benz ins Land, als "wären es Kekse". Gleichzeitig erschwere die EU den Import US-amerikanischer Autos. Der Präsident sprach von einer "sehr unfairen Situation". Zuvor hatte Trump seine Entscheidung über Strafzölle auf europäische Auto-Importe allerdings um bis zu sechs Monate verschoben. Maduro begrüßt "Start von Gesprächen" mit der Opposition Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat den "Start von Gesprächen" zwischen Vertretern der Regierung und der Opposition begrüßt. Vor rund 6500 Soldaten im Bundesstaat Aragua forderte Maduro alle Venezolaner auf, "den Weg Richtung Frieden zu gehen". Die norwegische Regierung hatte zuvor bestätigt, dass in Oslo Gespräche mit beiden Konfliktparteien geführt würden, um Möglichkeiten für eine Beilegung der Krise in dem südamerikanischen Land auszuloten. Der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó hatte am Donnerstag Berichte über direkte Friedensverhandlungen mit der Regierung von Maduro dementiert. Syrischer Ex-Agent soll freigelassen werden Ein im Februar in Deutschland festgenommener früherer syrischer Geheimdienstmitarbeiter kommt nach einer Beschwerde beim Bundesgerichtshof aus der Untersuchungshaft frei. Nach Berichten des deutschen Fernsehens verfügte das Gericht die Entlassung wegen eines Verfahrensfehlers. Demnach wurde der Mann bei Vernehmungen nicht über seine Rechte als Beschuldigter belehrt. Der syrische Ex-Geheimdienstler ist verdächtig, zwischen 2011 und 2012 bei der Tötung zweier Menschen und der Folter von mindestens 2000 Personen geholfen zu haben. Trotz der Entlassung kann er angeklagt werden. Israel begrüßt Bundestagsentscheidung zur BDS-Kampagne Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Bundestag für einen Beschluss gegen die israelkritische BDS-Bewegung gelobt. Netanjahu forderte andere Länder dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Der Bundestag hat die BDS-Kampagne und "den Aufruf zum Boykott von israelischen Waren oder Unternehmen" sowie von israelischen Persönlichkeiten verurteilt. Die Argumentationsmuster und Methoden der Bewegung seien antisemitisch, heißt es zur Begründung. Die Bewegung und ihre Unterstützer sollen kein Geld mehr von der Bundesregierung erhalten. BDS steht für "Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen". Parlamentswahl in Australien Australien wählt an diesem Samstag ein neues Parlament. Insgesamt sind mehr als 16 Millionen Menschen aufgefordert, über 151 Sitze im Unterhaus und die Hälfte der Senatssitze zu entscheiden. Umfragen sehen die oppositionelle sozialdemokratische Labor-Partei um Bill Shorten leicht vorn. Shorten tritt als Spitzenkandidat gegen den amtierenden Premierminister und Parteichef der konservativen Liberalen, Scott Morrison, an. Wichtigste Themen im Wahlkampf waren der Klimawandel, die Wirtschaftslage und der Umgang mit Flüchtlingen. In Australien besteht Wahlpflicht.
May 18, 2019
17.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
06:46
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will nur noch hochgebildete Einwanderer US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Anlauf zur Reform der Einwanderungspolitik gestartet. Im Rosengarten des Weißen Hauses stellte Trump ein Konzept vor, das darauf abzielt, künftig deutlich mehr Fachkräfte ins Land zu lassen. Junge, gut ausgebildete Bewerber mit Englisch-Kenntnissen und Job-Angeboten in den USA sollen bevorzugt werden. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass die Initiative von den oppositionellen Demokraten unterstützt wird. Trump ist auf sie angewiesen, da die Demokraten in der zweiten Kongresskammer, dem Repräsentantenhaus, die Mehrheit stellen. Integrationsbeauftragte will Kopftuchverbot an Schulen prüfen Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat die Prüfung eines Kopftuchverbots für Kinder an Schulen gefordert. Dass kleine Mädchen ein Kopftuch tragen sollten, sei absurd, das sähen auch die meisten Muslime so, sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte der Zeitung, oftmals werde von Eltern schon auf kleine Kinder Druck ausgeübt, ein Kopftuch zu tragen. In Österreich hatte das Parlament am Donnerstag ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschlossen. Taiwan führt als erstes asiatisches Land die Homo-Ehe ein Taiwan erlaubt als erstes asiatisches Land die Ehe zwischen Homosexuellen. Das Parlament in Taipeh stimmte für ein entsprechendes Gesetz. Konservative Politiker hatten versucht, die Reform zu verhindern. Sie setzten sich dafür ein, gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich gesondert zu behandeln und nicht als Ehe zu definieren. USA gehen gegen Chinas Telekom-Riesen Huawei vor Mitten im Handelskonflikt mit Peking hat US-Präsident Donald Trump den Weg für Maßnahmen gegen den chinesischen Telekom-Konzern Huawei freigemacht. US-Firmen ist es von diesem Freitag an untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller zu tätigen. Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Beweise dafür wurden bislang nicht vorgelegt. Europäische Staaten lehnten die Forderung der USA ab, ebenfalls Sanktionen gegen Huawei zu erlassen. Architekt der Louvre-Pyramide ist tot Der Star-Architekt Ieoh Ming Pei ist im Alter von 102 Jahren gestorben, wie das Architekturbüro seiner Söhne in New York mitteilte. Der US-Architekt chinesischer Herkunft galt als Vollender der klassischen Moderne, viele seiner Entwürfe basierten auf einfachen geometrischen Formen wie Dreiecken oder Würfeln. Als sein bedeutendstes Werk gilt die Glaspyramide im Innenhof des Louvre in Paris. In Berlin entwarf Pei den 2003 eröffneten Anbau für das Deutsche Historische Museum mit einem spiralförmigen Treppenhaus aus Glas und Stahl. Zwei verurteilte Mörder in den USA hingerichtet In den USA sind zwei zum Tode verurteilte Mörder mit der Giftspritze hingerichtet worden. Im Bundesstaat Tennessee wurde das Todesurteil gegen einen 68-Jährigen vollstreckt, der wegen der Ermordung seiner Frau im Jahr 1984 im Todestrakt saß. In Alabama wurde ein 41-Jähriger hingerichtet, der 1998 wegen eines Vierfachmords zum Tode verurteilt worden war. In diesem Jahr gab es damit in den USA bislang sieben Hinrichtungen.
May 17, 2019
16.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:49
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump setzt auf Gesprächsbereitschaft des Iran Im Atomstreit mit dem Iran glaubt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten, dass der zunehmende Druck der USA Teheran zurück an den Verhandlungstisch zwingt. Er sei sich sicher, dass der Iran bald reden wolle, erklärte Trump auf Twitter. Die USA hatten in den vergangenen Tagen ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran nochmals verschärft und ihre Truppenpräsenz im Nahen Osten erhöht. Experten sehen die Gefahr einer militärischen Eskalation. Bundesaußenminister Heiko Maas warnte vor einem Flächenbrand in der Region. Die USA waren vor gut einem Jahr aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Zehntausende Brasilianer demonstrieren gegen Kürzungen im Bildungsbereich In mehr als 200 brasilianischen Städten sind Demonstranten gegen Pläne von Präsident Jair Bolsonaro auf die Straße gegangen, die Ausgaben für staatliche Universitäten massiv zusammenzustreichen. Die Gesellschaft werde Kürzungen um 30 Prozent nicht akzeptieren, sagte der Vorsitzende der Lehrendengewerkschaft der Universität in Brasilia, Luis Antonio Pasquetti. Bolsonaro verteidigte seine Sparpläne als notwendig, weil Brasilien von seinen Vorgängern wirtschaftlich zerstört worden sei. Die Demonstranten seien von einer Expertenminderheit manipulierte "nützliche Idioten", sagte Bolsonaro. Trump erklärt Notstand bei Telekommunikation US-Präsident Donald Trump hat amerikanischen Unternehmen per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Zu diesem Zweck rief er offiziell einen nationalen Notstand für die Telekommunikation aus. Als Hauptziel der Maßnahme gilt der chinesische Technologiekonzern Huawei. Die USA befürchten, dass Produkte des Unternehmens ein Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage sind. In Deutschland gibt es Diskussionen über eine mögliche Beteiligung von Huawei am Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G. Österreich beschließt Kopftuchverbot an Grundschulen Mit den Stimmen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ hat das Parlament in Wien ein Kopftuchverbot für Grundschulkinder gebilligt. Untersagt ist laut dem Gesetz "das Tragen weltanschaulicher oder religiöser Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist". Die jüdische Kippa sei davon nicht betroffen, stellte die Regierung klar. Die Opposition stimmte nahezu geschlossen gegen das Gesetz. Beobachter rechnen mit Beschwerden vor dem Verfassungsgerichtshof. Gouverneurin unterschreibt Abtreibungsgesetz in Alabama Der Gouverneurin des US-Bundesstaats Alabama, Kay Ivey von den Republikanern, hat das strengste Abtreibungsgesetz der USA unterzeichnet. Es verbietet Abtreibungen selbst bei einer Vergewaltigung oder Inzest. Ärzten, die sich nicht daran halten, drohen bis zu 99 Jahre Haft. Schwangerschaftsabbrüche sind dem Gesetz zufolge nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Die Neuregelung verstößt allerdings gegen die höchstrichterliche Rechtsprechung in den USA und wird deshalb voraussichtlich nicht in Kraft treten. Spitzenkandidaten debattieren vor der Europawahl In einer großen Fernseh-Debatte haben die Spitzenkandidaten der sechs größten Parteien im EU-Parlament ihre Positionen für die Europawahl erläutert. Ein zentrales Thema war die Flüchtlingspolitik. Der Kandidat der Sozialdemokraten Frans Timmermans forderte einen umfassenden Plan für Afrika. Damit könne verhindert werden, dass sich noch mehr Bewohner des Kontinents auf den Weg nach Europa machten. Der Konservative Manfred Weber betonte, die EU brauche möglichst schnell Tausende Grenzschützer. Weber und Timmermans sind die aussichtsreichsten Bewerber für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. Mindestens 17 Tote bei Angriff auf Militärpatrouille im Niger Im westafrikanischen Niger haben bewaffnete Angreifer mindestens 17 Soldaten getötet. Elf Soldaten werden nach Angaben aus Sicherheitskreisen seit dem Zwischenfall in der westlichen Unruheregion Tillabéri vermisst. Demnach war die Patrouille aus etwa 50 Soldaten in einen "Hinterhalt" geraten und von einer "terroristischen Gruppe hunderter schwer bewaffneter Männer aus dem Norden" angegriffen worden. Die Region Tillabéri wird seit Jahren von Gewalt durch Dschihadisten erschüttert, die aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso kommen. Seit Ende 2018 geht die Armee gegen die Kämpfer vor.
May 16, 2019
15.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:58
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Höhere Alarmstufe für US-Truppen im Irak und in Syrien Im Konflikt mit dem Iran haben die US-Streitkräfte ihre Alarmstufe für ihre im Irak und in Syrien stationierten Truppenteile erhöht. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Zentralkommando mit. Geheimdienste der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten hätten "glaubwürdige Bedrohungen" ausgemacht. Das US-Militär widersprach damit dem britischen General Chris Ghika. Dieser hatte erklärt, die Bedrohung durch vom Iran unterstützte Kräfte im Irak und in Syrien sei nicht gestiegen. Ghika ist in der von den USA geführten Allianz zur Bekämpfung der Terrormiliz IS stellvertretender Kommandeur. USA und Russland senden in Sotschi versöhnliche Signale Die USA und Russland hoffen auf eine Verbesserung ihrer angespannten Beziehungen. Bei einem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo im russischen Sotschi sagte Kremlchef Wladimir Putin, es sei im gegenseitigen Interesse, das Verhältnis beider Länder "wieder vollständig herzustellen". Pompeo erklärte, man werde trotz Differenzen im Dialog bleiben. Zuvor hatte er sich mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen. Bei dem Besuch standen auch mehrere internationale Konflikte auf der Tagesordnung. Unter anderem verständigten sich Moskau und Washington auf weitere Schritte in Syrien. Deutsche Wirtschaft legt im ersten Quartal um 0,4 Prozent zu Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresbeginn wieder auf Wachstumskurs: Das Bruttoinlandsprodukt legte im ersten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den letzten drei Monaten des Jahres 2018 hatte die Wirtschaftsleistung stagniert, im dritten Quartal war sie mit minus 0,2 Prozent rückläufig. Positive Impulse für die jüngste Entwicklung kamen vor allem aus dem Inland, etwa durch Investitionen in Bauten und Ausrüstungen, wie die Statistiker weiter mitteilten. Auch die privaten Konsumausgaben hätten kräftig zugelegt. May plant Anfang Juni erneutes Unterhaus-Votum über Brexit-Vertrag Die britische Premierministerin Theresa May will das Unterhaus in der ersten Juniwoche erneut über den Brexit-Vertrag abstimmen lassen. Das teilte der Regierungssitz Downing Street mit. Dies sei notwendig, um den EU-Austritt noch vor der Sommerpause des Parlaments Ende Juli zu vollziehen. Ursprünglich sollte das Vereinigte Königreich die EU Ende März verlassen. Nach einem von den anderen Mitgliedstaaten gewährten Aufschub kann es aber bis Ende Oktober in der Europäischen Union bleiben. May ist mit ihrem Brexit-Deal bisher drei Mal im Unterhaus gescheitert. Senat von Alabama schränkt Recht auf Abtreibung stark ein Der US-Bundesstaat Alabama bekommt möglicherweise das strengste Abtreibungsgesetz in den gesamten Vereinigten Staaten. Der Senat verabschiedete eine Neuregelung, wonach Abtreibungen auch nach Vergewaltigung oder Inzest verboten sind. Ärzten, die dennoch einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, drohen demnach lebenslange Haftstrafen. Alabamas republikanische Gouverneurin Kay Ivey muss das Gesetz noch unterzeichnen. Die größte US-Menschenrechtsorganisation, die American Civil Liberties Union, will das neue Gesetz gerichtlich anfechten. Notstand in mehreren bosnischen Städten ausgerufen Wegen Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle haben mehrere Städte in Bosnien und Herzegowina den Notstand ausgerufen. Vom Hochwasser bedrohte Gebiete werden evakuiert. Der seit Sonntag andauernde Regen verursachte vor allem im Norden des kleinen Balkanlandes Überflutungen. In mehreren Regionen traten nach Behördenangaben Flüsse über die Ufer und überfluteten mehrere hundert Häuser sowie Hunderte Hektar landwirtschaftliche Flächen. Im Mai 2014 waren in Bosnien, Kroatien und Serbien fast zwei Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen. Mehr als 70 Menschen kamen damals ums Leben. Filmfestival in Cannes eröffnet Im südfranzösischen Cannes sind die 72. Filmfestspiele eröffnet worden. Zum Auftakt wurde die Horrorkomödie "The Dead Don't Die" von US-Regisseur Jim Jarmusch gezeigt. Insgesamt bewerben sich 21 Filme an der Côte d'Azur um die Goldene Palme. Im Wettbewerb sind unter anderem die US-Regisseure Quentin Tarantino mit "Once Upon a Time in Hollywood" und Terrence Malick mit der deutsch-amerikanischen Koproduktion "A Hidden Life". Ein deutscher Filmemacher ist in diesem Jahr nicht vertreten. Der Preis wird in zehn Tagen verliehen.
May 15, 2019
14.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:53
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Milliardenstrafe für Bayer in Glyphosat-Prozess Das Bayer-Tochterunternehmen Monsanto muss einem an Krebs erkrankten Paar mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen. Das entschied eine Jury im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Rentnerehepaar geht davon aus, dass es wegen des von Monsanto erzeugten, umstrittenen Wirkstoffs Glyphosat an Krebs erkrankte. Bayer macht für die Krebserkrankungen der Kläger Vorerkrankungen verantwortlich und kündigte Rechtsmittel an. Für Bayer ist der Fall hochbrisant: Es ist bereits der dritte Schuldspruch innerhalb weniger Monate. Bayer ist in den USA mit Tausenden Klagen konfrontiert. Trump will sich mit Xi bei G20-Gipfel treffen Mitten im eskalierenden Handelsstreit mit China hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping angekündigt. Die beiden würden sich während des G20-Gipfels in Japan Ende Juni treffen, sagte Trump in Washington. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA hatte sich am Montag weiter verschärft. Peking reagierte auf die jüngsten Zollerhöhungen der US-Regierung mit der Ankündigung eigener Strafabgaben. Zuvor hatte Trump China aufgefordert, von Vergeltungsmaßnahmen abzusehen. Trump würdigt Orban bei Besuch in Washington US-Präsident Donald Trump hat Ungarns rechtsnationalen Regierungschef Viktor Orban bei einem Treffen im Weißen Haus dafür gelobt, in vielerlei Hinsicht einen "hervorragenden Job" zu leisten. Orban habe sein "Land sicher gehalten", so Trump. Der ungarische Ministerpräsident erklärte seinerseits, Ungarn sei stolz, mit den USA "bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung und des Terrorismus" zusammenzustehen. Das Treffen fand zehn Tage vor Beginn der Wahlen zum Europaparlament statt. In der EU steht Orban massiv in der Kritik. Unter anderem werden ihm autokratische Züge vorgeworfen. Todesopfer bei Ausschreitungen in Sri Lanka Bei gewaltsamen Unruhen in Sri Lanka ist ein Muslim getötet worden. Ersten Meldungen zufolge griff ein Mob den Mann in seiner Werkstatt mit scharfen Waffen an. Seit Sonntag wird der Inselstaat von neuen antimuslimischen Ausschreitungen als Reaktion auf die mutmaßlich islamistischen Anschläge vor drei Wochen erschüttert. Die Behörden verhängten eine sechsstündige nächtliche Ausgangssperre. Zudem wurde der Zugang zu sozialen Netzwerken gesperrt. Bei den Selbstmordattentaten auf katholische Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka am Ostersonntag waren 258 Menschen getötet worden. Tote bei neuen Ausschreitungen in Sudans Hauptstadt Khartum Nach der Einigung des Militärs und der Opposition im Sudan auf eine Teilung der Macht bis zu den nächsten Wahlen ist die Gewalt in dem afrikanischen Land wieder aufgeflammt. Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in der Hauptstadt Khartum kamen am Montag mehrere Menschen ums Leben. Nach Angaben des Rats wurden ein Demonstrant und ein Offizier erschossen. Ein den Demonstranten nahestehendes Ärztekomitee meldete vier weitere Tote. Der Militärrat und die Demonstranten machten bewaffnete Gegner der politischen Entwicklung für die Gewalt verantwortlich. Massive Sicherheitslücke in WhatsApp Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungssoftware auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte ließen sich mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infizieren. Hinter der Angriffstechnologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft, berichteten Medien. WhatsApp geht davon aus, dass lediglich einige ausgewählte Nutzer Ziel der Angriffe geworden sein dürften. So war wohl ein Menschenrechtsanwalt in Großbritannien am Wochenende über die Schwachstelle attackiert worden. Mysteriöser Tod von fünf Menschen wirft Fragen auf Die Armbrust-Morde von Passau geben den Ermittlern weiter Rätsel auf. Polizei und Staatsanwaltschaft erhoffen sich von den Obduktionen Erkenntnisse über die Geschehnisse. Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Passauer Pension in einem Zimmer einen Mann und zwei Frauen tot aufgefunden. Die drei waren anscheinend mit Pfeilen getötet worden. Die Ermittler stellten drei Armbrüste sicher. In der Wohnung einer der toten Frauen in Niedersachsen entdeckten Polizisten am Montag zwei weitere Frauenleichen. Die Todesursache ist noch unbekannt. Die beiden Frauen waren aber offenbar nicht mit einer Armbrust getötet worden.
May 14, 2019
13.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:49
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mutmaßliche Tanker-Sabotage in Golfregion gibt Rätsel auf Die politische Krise in der Golfregion wird durch die mutmaßliche Sabotage an vier Öltankern weiter verschärft. Saudi-Arabiens Energieminister sprach am Montag von vier Schiffen, darunter zwei saudischen, die nahe der Hafenstadt Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen worden seien. Fudschaira liegt nahe der Straße von Hormus, der für Ölexporte wichtigen Engstelle zwischen arabischer Halbinsel und Iran. Teheran forderte eine Aufklärung des Vorfalls und warnte angesichts der Sabotagevorwürfe vor "Verschwörungstheorien", die die Stabilität und Sicherheit der Region aushöhlen sollten. Stichwahl entscheidet über künftigen Präsidenten in Litauen In Litauen hat der Politik-Neuling Gitanas Nauseda die erste Runde der Präsidentschaftswahl für sich entschieden. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Nauseda auf gut 31 Prozent und liegt damit vor der konservativen Ex-Finanzministerin Ingrida Simonyte, die gut 30 Prozent holte. Ministerpräsident Saulius Skvernelis erreichte dem vorläufigen Ergebnis zufolge etwa 20 Prozent. Er räumte seine Niederlage ein und kündigte an, er werde im Juli zurücktreten. Die Stichwahl zwischen Nauseda und Simonyte findet - parallel zur Europawahl - am 26. Mai statt. Seehofer lehnt kollektive Rücknahme von IS-Rückkehrern ab Bundesinnenminister Horst Seehofer schließt eine kollektive Rücknahme deutscher IS-Kämpfer und deren Angehöriger aus. Stattdessen solle jeder Fall einzeln geprüft werden, um Mehrfachidentitäten und eventuelle Strafverfolgungsansprüche anderer Länder auszuschließen. Dieser Grundsatz gelte auch für Frauen und Kinder, sagte der CSU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Den Vorwurf, die Rücknahme der in Syrien inhaftierten deutschen Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" aussitzen zu wollen, wies Seehofer zurück. EU-Kommissarin warnt vor Desinformation vor der Europawahl Die EU-Justizkommissarin Vera Jourová hat vor organisierten Desinformationskampagnen gewarnt, mit denen EU-Bürger in ihrer Wahlentscheidung zur Europawahl beeinflusst werden sollen. Man dürfe nicht zulassen, dass auch nur in einem Mitgliedsstaat die Wahlergebnisse durch Manipulation verfälscht würden, sagte Jourová dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie werde sich weiter für ein realistisches, aber entschlossenes Vorgehen der EU gegen Desinformation einsetzen. Im Europäischen Auswärtigen Dienst beschäftigt sich seit 2015 eine eigene Einheit speziell mit Desinformation aus Russland. Petersberger Klimadialog in Berlin beginnt Rund 35 Minister aus aller Welt werden an diesem Montag zum zweitägigen Petersberger Klimadialog in Berlin erwartet. Sie wollen über die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens beraten und die nächste UN-Klimakonferenz im Dezember in Chile vorbereiten. Die Bundesregierung steht seit Monaten wegen verfehlter Klimaziele unter Druck. Erst am vergangenen Donnerstag hatte Kanzlerin Angela Merkel einem Vorstoß von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für ehrgeizigere EU-Klimaziele die Unterstützung verweigert. Umweltschutz vor Europawahl wichtigstes Thema für Deutsche Knapp zwei Wochen vor der Europawahl ist der Umwelt- und Klimaschutz für 34 Prozent der deutschen Wähler die größte Herausforderung für die Zukunft der EU. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Demnach landet das Thema Migration nur noch auf Platz zwei. Rund 8000 Menschen in acht EU-Mitgliedsstaaten wurden befragt. Rechnet man die Ergebnisse aller Länder zusammen, ergibt sich allerdings ein umgekehrtes Bild. Insgesamt empfinden die meisten Befragten Migration als wichtigstes Thema, gefolgt vom Umwelt- und Klimaschutz. US-Präsident Trump empfängt ungarischen Regierungschef Orban Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und US-Präsident Donald Trump treffen sich am heutigen Montag in Washington. Nach Angaben des Weißen Hauses soll es bei den Gesprächen vor allem um Handelsfragen, Cybersicherheit und Verteidigungspolitik gehen. Der rechtsnationale Orban ist in Europa hochumstritten. Ihm werden unter anderem Einschränkungen der Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit vorgeworfen. Trump steht in der Kritik, dem autoritären Orban nur zehn Tage vor Beginn der Europawahlen eine zusätzliche politische Bühne zu bereiten.
May 13, 2019
11.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
06:41
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA bereiten Ausweitung von Sonderzöllen auf alle China-Importe vor Nach der jüngsten Verhandlungsrunde in Washington lässt US-Präsident Donald Trump den Handelskonflikt mit China weiter eskalieren. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer teilte mit, der Präsident lasse nun eine Ausweitung der Sonderzölle auf alle noch verbliebenen Importe aus China prüfen. Das beträfe Waren im Wert von rund 300 Milliarden Dollar. Es sei aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Pentagon schickt Raketenabwehrsystem und Kriegsschiff in Nahen Osten Die USA verlegen ein Raketenabwehrsystem und ein weiteres Kriegsschiff in den Nahen Osten. Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan habe der Entsendung der "USS Arlington" und eines Patriot-Systems zugestimmt, teilte das Pentagon mit. Es gebe Hinweise darauf, dass der Iran Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne, hieß es zur Begründung. Man beobachte die Aktivitäten der iranischen Regierung sehr genau. Maduro wirft ehemaligem Geheimdienstchef CIA-Tätigkeit vor Der vor kurzem entlassene venezolanische Geheimdienstchef Manuel Ricardo Cristopher Figuera hat nach Angaben von Staatschef Nicolás Maduro für die CIA gearbeitet. Er habe bereits seit einem Jahr im Dienst des US-Auslandsgeheimdienstes gestanden, sagte Maduro in einer Fernsehansprache. Belege dafür lieferte er nicht. Figuera sei einer der Drahtzieher des gescheiterten Umsturzversuchs durch den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó Ende April. Die USA gehören zu den schärfsten Kritikern Maduros und wollen den sozialistischen Präsidenten zum Rücktritt zwingen. Verletzte bei Tumult in Hongkongs Parlament In Hongkong sind bei Handgreiflichkeiten im Parlament mindestens vier Abgeordnete verletzt worden. Hintergrund ist der Streit über ein geplantes Gesetz, das die Auslieferung mutmaßlicher Straftäter aufs chinesische Festland ermöglichen soll. Das Chaos brach aus, als Vertreter der Opposition und des Regierungslagers im Legislativrat um einen Ausschussvorsitz stritten. Die politische Stimmung in der chinesischen Sonderverwaltungszone ist aufgeheizt. Vor zwei Wochen hatten Zehntausende Menschen gegen das Auslieferungsgesetz und die jüngsten Haftstrafen für demokratische Aktivisten protestiert. UN-Sicherheitsrat ruft zu Waffenstillstand in Libyen auf Einen Monat nach dem Beginn der Kämpfe um Libyens Hauptstadt Tripolis hat der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand in dem nordafrikanischen Staat gefordert. Der Rat sei "zutiefst besorgt über die Instabilität in Tripolis", hieß es in New York. In Libyen herrscht seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Anfang April hatte der abtrünnige General Chalifa Haftar eine Offensive auf Tripolis gestartet, wo die international anerkannte Regierung der nationalen Einheit ihren Sitz hat. Französische Justiz nimmt Ermittlungen gegen Bayer-Tochter Monsanto auf Dem Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer droht wegen seiner amerikanischen Saatgut-Tochter Monsanto erneut Ärger. Die französische Staatsanwaltschaft eröffnete eine vorläufige Untersuchung gegen Monsanto. Dem Konzern wird vorgeworfen, eine Liste mit rund 200 Kritikern in Frankreich angelegt zu haben, um diese später zu beeinflussen. Dazu zählten Journalisten und Abgeordnete. Monsanto stellt das Pflanzengift Glyphosat her. In den USA sind mehr als 13.000 Klagen wegen einer mutmaßlich krebserregenden Wirkung des Mittels anhängig. Deutsche Politiker fordern Aufklärung von Yücels Foltervorwürfen Nach den Foltervorwürfen des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel gegenüber der Türkei fordern deutsche Politiker Konsequenzen. Der menschenrechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Michael Brand, verlangte eine umgehende Untersuchung der UN über die Zustände in türkischen Gefängnissen. Das Auswärtige Amt forderte die Regierung in Ankara auf, sich an die Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen zu halten.
May 11, 2019
10.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:42
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA heben Sonderzölle auf Waren aus China an Die USA haben die Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China empfindlich erhöht. Die Sonderabgaben auf Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar steigen von diesem Freitag an von bisher zehn auf 25 Prozent. Das Pekinger Handelsministerium kündigte sofort nach der US-Entscheidung "notwendige Gegenmaßnahmen" an, nannte aber keine Einzelheiten. Ungeachtet dessen gingen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China in Washington weiter, um doch noch eine Einigung zu erzielen. Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt überziehen sich seit Juli 2018 gegenseitig mit Zöllen. Deutsche Exporte in Iran um mehr als 50 Prozent eingebrochen Der deutsch-iranische Handel ist drastisch eingebrochen. Die Exporte von Deutschland in die Islamische Republik schrumpften im Januar und Februar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 52,6 Prozent auf rund 223 Millionen Euro. Dies geht aus Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags hervor. Die Importe aus dem Iran seien parallel um 42,2 Prozent auf rund 41 Millionen Euro gesunken. Ergänzend teilte eine Vertreterin der deutschen Außenhandelskammer im Iran mit, dass dort noch rund 60 deutsche Firmen eine Vertretung hätten - das wären 50 Prozent weniger als im Jahr 2015. Kim ordnet Übung zu Langstrecken-Angriff an Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA eine Übung zu einem "Langstrecken-Angriff" beaufsichtigt. Kim habe von einem Kommandoposten die Anweisung zum Start gegeben, berichtete KCNA. Zuvor hatten die USA ein nordkoreanisches Frachtschiff beschlagnahmt und die Führung in Pjöngjang beschuldigt, gegen Sanktionen verstoßen zu haben. Der Frachter habe illegal Kohle aus Nordkorea verschifft und schwere Maschinerie in das isolierte Land transportiert, teilte das Justizministerium in Washington mit. Chelsea Manning aus Beugehaft entlassen Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist nach zwei Monaten Beugehaft im US-Bundesstaat Virginia wieder auf freiem Fuß. Grund ist laut Mannings Anwälten, dass die Amtszeit der zuständigen Grand Jury abgelaufen sei. Manning hatte sich geweigert, den Geschworenen Fragen zur Enthüllungsplattform von Wikileaks-Gründer Julian Assange zu beantworten. Wie die Anwälte weiter mitteilten, bekam ihre Mandantin bereits eine neue Vorladung für nächsten Freitag vor einer anderen Grand Jury. Es sei denkbar, dass sie dann wieder in Haft genommen werde. Manning wolle weiter keine Fragen beantworten. ANC trotz hoher Verluste vor Wahlsieg Aus der Parlamentswahl in Südafrika geht der Afrikanische Nationalkongress (ANC) trotz hoher Verluste als Sieger hervor. Nach Auszählung von etwa 70 Prozent der Stimmen kommt der ANC auf knapp 57 Prozent. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit dem Ende der Apartheid 1994, als der ANC erstmals an die Macht kam. Seitdem stellt die Partei die Regierung. Die oppositionelle Demokratische Allianz liegt bei 23 Prozent, die linke Partei "Kämpfer für wirtschaftliche Freiheit" bei fast zehn Prozent. Südafrika leidet unter massiver Korruption und einer schleppenden Landreform. Mindestens vier Jahre Haft für Betrügerin Anna Die deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin ist in New York zu einer Haftstrafe von vier bis zwölf Jahren verurteilt worden. Dies bedeutet, dass sie frühestens nach vier Jahren auf Bewährung entlassen werden kann. Darüber wird ein Gremium entscheiden. Das höchste Gericht des Bundesstaates New York sah es als erwiesen an, dass es der 28-Jährigen durch geschickte Lügen und selbstbewusstes Auftreten gelungen war, von Banken Kredite in Höhe von zehntausenden Dollar zu ergaunern, umsonst in Privatflugzeugen zu reisen und monatelang in Luxushotels zu leben, ohne Rechnungen zu begleichen. Eintracht Frankfurt verpasst Einzug ins Europa-League-Finale Eintracht Frankfurt hat den Einzug ins Endspiel der Europa League verpasst. Der Fußball-Bundesligist unterlag im Halbfinal-Rückspiel beim FC Chelsea mit 3 zu 4 im Elfmeterschießen. Chelsea trifft in dem europäischen Finale auf den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal. Das Endspiel findet am 29. Mai in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, statt.
May 10, 2019
09.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:43
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ordnet neue Sanktionen gegen Iran an Die USA verhängen weitere Strafmaßnahmen gegen den Iran, die auf die Metallexporte abzielen. Betroffen sind der Eisen-, Stahl-, Aluminium- und Kupfersektor der Islamischen Republik. Die Industriemetalle sind neben dem Erdöl die wichtigste Branche für Exporterlöse. Zudem nimmt Präsident Donald Trump ausländische Firmen ins Visier, die Geschäfte mit Teheran machen. Der Iran dürfe keine Umsätze mehr erwirtschaften, die in ein Atomwaffenprogramm fließen könnten, so Trump. Frankreich erklärte, man wolle, dass die Finanzkanäle mit dem Iran offenblieben und Exporte möglich seien. US-Justizminister unter Druck Im Streit um den Bericht von US-Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre hat ein Kongressausschuss Justizminister William Barr formell der "Missachtung" der Parlamentsrechte beschuldigt. Mit 24 gegen 16 Stimmen verabschiedete der von den oppositionellen Demokraten dominierte Justizausschuss des Repräsentantenhauses einen entsprechenden Resolutionsentwurf. Der Text wird nun dem Repräsentantenhaus vorgelegt. Hintergrund ist die Weigerung des Justizministers, dem Ausschuss die vollständige, ungeschwärzte Version des Berichts auszuhändigen. Vizechef des venezolanischen Parlaments festgenommen Agenten des Geheimdienstes haben Edgar Zambrano, den Stellvertreter des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaidó, festgenommen. Das teilte Zambrano, der Vize-Präsident der Nationalversammlung ist, über Twitter mit. Ihm wird Verschwörung, Rebellion und Verrat vorgeworfen. Zambrano war in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó vor dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota in Caracas aufgetaucht und hatte das Militär dazu aufgerufen, sich auf die Seite der Opposition zu schlagen. Europarat kritisiert Gewalt bei Abschiebeflug aus München Der Europarat hat Deutschland aufgefordert, bei der Abschiebung von Flüchtlingen auf "unverhältnismäßige und unangemessene" Gewaltanwendung zu verzichten. Methoden, die bei den Betroffenen ein Erstickungsgefühl auslösten oder ihnen starke Schmerzen zufügten - etwa durch Quetschen der Genitalien -, müssten untersagt werden, forderte das Anti-Folter-Komitee. Drei seiner Experten waren mit an Bord, als Afghanen nach Kabul zurückgeflogen wurden. Zwei der Abgeschobenen setzten sich in der Maschine heftig zur Wehr. Sie wurden von Polizisten ruhiggestellt. Großbritannien eine Woche ohne Kohlestrom Erstmals seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien eine Woche lang ohne Kohlestrom ausgekommen. Darauf verwies der britische Netzbetreiber National Grid im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die "kohlefreie" Stromversorgung werde in Zukunft häufiger möglich sein, da in das Energiesystem immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen eingespeist werde, erklärte der Chef des Unternehmens, Fintan Slye. Ab 2025 soll der Strom in Großbritannien ohne Kohlekraftwerke produziert werden. Mann springt in führerlosen Lastwagen auf der Autobahn 1 Mit einer riskanten Rettungsaktion hat ein 43-Jähriger einen führerlosen Lastwagen auf der Autobahn 1 gestoppt. Der Fahrer des Fahrzeuges war zuvor kollabiert und starb. Zeugen hatten den offenbar fahrerlosen Lkw zwischen Leverkusen und Remscheid gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Andere Lastwagenfahrer fuhren daraufhin hinter das Fahrzeug, um den restlichen Verkehr aufzuhalten. Währenddessen schlug der 43-Jährige mit einem Nothammer das Fenster der Beifahrerseite ein, sprang in den mit 15 Kilometern pro Stunde rollenden Lastwagen und brachte ihn zum Stehen. Tottenham im Champions-League-Finale Das rein englische Fußball-Champions-League-Finale ist perfekt. Tottenham Hotspur gewann mit 3 zu 2 beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam und machte damit die 0 zu 1-Heimniederlage aus dem Hinspiel wett. Lucas Moura traf dreifach für das Team aus London, das nun erstmals im Endspiel der Königsklasse steht. Das Finale gegen den FC Liverpool mit seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp wird am 1. Juni in Madrid ausgetragen.
May 09, 2019
08.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:50
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Iran gibt Teilausstieg aus dem Atomabkommen bekannt Zum Jahrestag des US-Ausstiegs aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran hat der iranische Präsident Hassan Rohani einen Teilausstieg seines Landes aus der Vereinbarung bekanntgegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA informierte Rohani in einem Schreiben China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland über die Entscheidung. Das Atomabkommen war im Juni 2015 zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland geschlossen worden. Es soll sicherstellen, dass der Iran nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt. Südafrikaner wählen neues Parlament In Südafrika haben die Parlamentswahl und die Wahl der Provinzräte begonnen. Mehr als 26 Millionen der rund 57 Millionen Südafrikaner haben sich dafür registrieren lassen. Gut ein Viertel der Wahlberechtigten, mehr als neun Millionen, verzichten auf ihr Stimmrecht. In den Umfragen liegt der Afrikanische Nationalkongress (ANC) mit 50 bis 61 Prozent der Stimmen weit vor den anderen Parteien. Der Sieg der Partei von Präsident Cyril Ramaphosa gilt trotz Korruptionsskandalen und wachsender sozialer Ungleichheit als ungefährdet. Insgesamt treten 48 Parteien an. Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr. Flüchtlingswelle in Syrien alarmiert die UN Im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben binnen einer Woche mehr als 150.000 Menschen vor neuen Kämpfen geflohen. Betroffen sind die Provinzen Idlib und Aleppo. Ein UN-Sprecher zeigte sich "alarmiert", dass auch Wohngebiete bombardiert worden seien. Die russische Luftwaffe und syrische Truppen hatten in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf die Region massiv ausgeweitet. Russland ist der engste Verbündete von Syriens Machthaber Baschar al-Assad. USA stellen Venezolanern Anreize in Aussicht Die US-Regierung hat die Aufhebung von Sanktionen für Venezolaner in Aussicht gestellt, die sich vom amtierenden Staatschef Nicolás Maduro abwenden und sich an die Seite der Opposition stellen. US-Vizepräsident Mike Pence kündigte dabei an, Strafmaßnahmen gegen Ex-Geheimdienstchef Manuel Ricardo Cristopher Figuera würden sofort aufgehoben. Er soll mit der Regierung gebrochen haben. Pence forderte andere im Machtapparat in Caracas dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung der USA für den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Pompeo zu Kurzbesuch in Bagdad US-Außenminister Mike Pompeo hat überraschend den Irak besucht und dafür seinen ursprünglich geplanten Trip nach Berlin kurzfristig abgesagt. Pompeo traf sich bei der Kurzvisite in Bagdad mit Vertretern der irakischen Regierung, um über die wachsenden Spannungen mit dem Nachbarland Iran zu sprechen. Die USA hatten sich vergangenes Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen. Zwischenzeitlich ausgesetzte US-Sanktionen wurden schrittweise wieder in Kraft gesetzt. EU-Spitzenkandidaten streiten vor laufender Kamera Bei ihrem ersten TV-Duell im deutschen Fernsehen sind die EU-Spitzenkandidaten Manfred Weber von der Europäischen Volkspartei und Frans Timmermans von den Sozialdemokraten zwei Wochen vor der Europawahl bei zentralen Themen aneinandergeraten. So wandte sich Weber gegen eine Steuer auf Kohlendioxid, Timmermans war dafür. Timmermans will Jugendliche schon ab 16 wählen lassen, Weber legte sich nicht fest. Die Europawahl beginnt am 23. Mai. Wahltag in Deutschland ist der 26. Mai. Trump machte in 80er und 90er Jahren Milliardenverlust Donald Trump hat nach einem Bericht der "New York Times" in den 1980er und 1990er Jahren Verluste von mehr als einer Milliarde Dollar gemacht. Von 1985 bis 1994 habe Trump rund 1,17 Milliarden Dollar verloren, berichtet das Blatt unter Berufung auf Trumps Steuerunterlagen. Acht Jahre habe Trump keine Einkommensteuer gezahlt. Trumps Anwalt Charles Harder bezeichnete die Steuerinformationen über den Präsidenten als "nachweislich falsch". Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 hatte Trump - anders als andere Kandidaten - seine Steuererklärungen nicht veröffentlicht. Liverpool steht im Champions-League-Finale Der FC Liverpool hat nach einer sensationellen Aufholjagd gegen den FC Barcelona doch noch das Finale der Fußball-Champions-League erreicht. Der Tabellenzweite der englischen Premier League mit seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp gewann das Rückspiel gegen Barça 4:0 und machte damit die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel wett.
May 08, 2019
07.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:23
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Myanmar lässt Reuters-Reporter frei Nach mehr als 500 Tagen Haft sind zwei in Myanmar inhaftierte Reuters-Journalisten wieder frei. Die wegen ihrer Berichte über die Rohingya-Krise zu sieben Jahren Gefängnis verurteilten Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo verließen die Haftanstalt in Rangun nach einem Gnadenerlass von Präsident Win Myint. Die Journalisten, die für die Aufdeckung eines Massakers an der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurden, waren im September verurteilt worden. Der Richterspruch hatte international Empörung ausgelöst und stellte den demokratischen Wandel in dem Land infrage. Istanbuls Bürgermeister spricht von Verrat Nach der Annullierung der Kommunalwahl in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat der neu gewählte Bürgermeister Ekrem Imamoglu die Wahlkommission scharf verurteilt. Vor Anhängern sprach er von Verrat. Die Kommission hatte das Ergebnis der Wahl Ende März für ungültig erklärt und für den 23. Juni eine neue Abstimmung angesetzt. Zuvor hatte die AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Annullierung der Wahl beantragt, aus der Imamoglu von der oppositionellen CHP als Sieger hervorgegangen war. Demonstrationen gegen tschechische Regierung In Tschechien haben wieder zehntausende Menschen den Rücktritt des unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Andrej Babis verlangt. Allein im Zentrum der Hauptstadt Prag versammelten sich 20.000 Menschen. "Du wirst der Hölle nicht entkommen" und "Wir sind nicht blind" skandierte die Menge. Die Proteste richteten sich auch gegen die neue Justizministerin Marie Benesova, die als Vertraute von Babis gilt. In der zweitgrößten Stadt Brünn und anderen Städten gingen ebenfalls tausende Menschen auf die Straße. Europäische Bürgermeister fordern neutrale Klimabilanz 2050 Insgesamt 210 Bürgermeister europäischer Städte haben sich in einem offenen Brief dafür ausgesprochen, dass die EU bis zur Jahrhundertmitte klimaneutral wird. Sie fordern die Staats- und Regierungschefs auf, dafür bei ihrem Gipfel am Donnerstag in Sibiu in Rumänien eine "langfristige Klimastrategie" auf den Weg zu bringen. Den Brief unterzeichneten die Stadtoberhäupter unter anderem aus Paris, London, Athen und Stuttgart. Ziel müsse sein, dass in der EU ab 2050 kein klimaschädliches CO2 mehr ausgestoßen werde. Damit stellen sie sich hinter einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Macron plant Klimainitiative Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will beim EU-Sondergipfel am Donnerstag im rumänischen Sibiu eine Klimainitiative starten. Sein Ziel laute "null Kohlenstoff für (das Jahr) 2050", sagte Macron in Paris am Rande eines Treffens mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte. Vor dem Besuch Ruttes war in der französischen Hauptstadt der Bericht des Weltbiodiversitätsrats vorgestellt worden, wonach bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Cohen verspricht neue Enthüllungen Der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat seine dreijährige Haftstrafe angetreten und kurz vorher die Enthüllung weiterer Insiderinformationen angekündigt. Es gebe noch viel zu berichten, sagte der 52-Jährige beim Verlassen seines Wohnsitzes im New Yorker Stadtteil Manhattan. Ein Gericht hatte Cohen im Dezember wegen Steuer- und Finanzdelikten sowie Falschaussagen verurteilt. Die Delikte beging Cohen zu einem großen Teil im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit für Trump und dessen Konzern. Pompeo besucht Berlin Gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt besucht US-Außenminister Mike Pompeo erstmals Deutschland. In Berlin trifft er erst Außenminister Heiko Maas und dann Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zu den Hauptthemen werden voraussichtlich der Machtkampf in Venezuela, die Lage in Syrien, der Ukraine-Konflikt sowie das Verhältnis zu Russland, dem Iran und China zählen. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind unter US-Präsident Donald Trump ziemlich angespannt.
May 07, 2019