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Harald Clark
 Oct 10, 2018
Daily world news in slow German, with full text in show description, great for learning, no ridiculous adverts or sponsors.

Description

Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Episode Date
18.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
09:06
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Reporter ohne Grenzen" beklagt 80 getötete Journalisten Die Gewalt gegen Journalisten hat in diesem Jahr erheblich zugenommen. Mindestens 80 Medienschaffende und damit 15 mehr als 2017 seien getötet worden, heißt es im Jahresbericht von "Reporter ohne Grenzen". Allein 32 Journalisten starben demnach in Afghanistan, Syrien und im Jemen. Die Organisation nannte es aber auch erschreckend, dass 36 Vertreter des Berufsstandes 2018 außerhalb von Kriegsregionen ermordet worden seien - die meisten in Mexiko. Weltweit säßen 346 Journalisten aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis, die Hälfte von ihnen in China, Ägypten, Saudi-Arabien, in der Türkei und dem Iran. Jemen: Waffenruhe in Hudaida begonnen Im Bürgerkriegsland Jemen hat um Mitternacht Ortszeit die Waffenruhe für die wichtige Hafenstadt Hudaida begonnen. Nach Inkrafttreten gab es Vorwürfe, die Feuerpause sei missachtet worden. Die Berichte ließen sich allerdings nicht überprüfen. Eine knappe Stunde nach dem offiziellem Beginn hieß es beim Sender Al-Arabiya, inzwischen herrsche "gespannte Ruhe". Die Regierung und die schiitischen Huthi-Rebellen hatten sich bei Friedensgesprächen in Schweden auf die Waffenruhe geeinigt. Ursprünglich sollte sie schon in der Nacht zu Freitag beginnen, sie erwies sich aber als brüchig. Wortgefecht zwischen Kosovo und Serbien im UN-Sicherheitsrat Die Präsidenten des Kosovo und Serbiens sind bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Bildung einer kosovarischen Armee verbal aneinandergeraten. Kosovos Präsident Hashim Thaci verteidigte den Beschluss als "nicht außergewöhnlich" und als "natürlichen Schritt". Sein serbischer Amtskollege Aleksandar Vucic forderte dagegen den Sicherheitsrat auf, das Kosovo zu "zähmen". Er sei "sehr besorgt und sogar etwas verängstigt" über die Auswirkungen dieser Armee in der Region. Trotz internationaler Vorbehalte hatte Kosovos Parlament am Freitag den Aufbau einer eigenen Armee beschlossen. Demonstrationen in Ungarn vor Staatsfernsehen In Ungarn haben sich die seit Tagen anhaltenden Proteste gegen die rechtsnationale Regierung von Victor Orbán zum Sitz des Staatssenders verlagert. Zehn bis 15 Oppositionsabgeordnete hatten sich nach der letzten Demonstration am späten Sonntagabend Zutritt zu dem Gebäude des staatlichen Fernsehens (MTV) verschafft und dort fast 24 Stunden verbracht. Sie forderten vergebens, im Fernsehen live eine Petition der Demonstranten verlesen zu können. Zwei von ihnen wurden gewaltsam aus dem Gebäude geworfen. Bis zum Abend versammelten sich 1000 bis 2000 Demonstranten vor dem Sender. Weitere Festnahmen nach Straßburg-Anschlag Im Zusammenhang mit dem Anschlag in Straßburg sind zwei weitere Menschen festgenommen worden. Die französische Justiz verdächtigt sie, eine Rolle bei der Beschaffung der Tatwaffe gespielt zu haben. Gegen eine dritte Person, die bereits am Donnerstag unter demselben Verdacht festgenommen worden war, wurde unterdessen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der zuständige Anti-Terror-Richter ordnete Untersuchungshaft für den 37-Jährigen an. Ihm werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der Besitz und die Weitergabe von Schusswaffen zur Last gelegt. Japan hat künftig auch Flugzeugträger Japan soll erstmals seit 1945 Flugzeugträger erhalten. Laut dem neuen Verteidigungsplan der rechtskonservativen Regierung sollen zwei Hubschrauberträger so umgebaut werden, dass von ihnen auch Kampfjets starten können. Der Plan für die Zeit bis 2024 sieht zudem Verteidigungsausgaben in einer Rekordhöhe von umgerechnet 214 Milliarden Euro vor. Kritiker werfen Ministerpräsident Shinzo Abe vor, sich von der pazifistischen Grundausrichtung Japans zu entfernen. Abe verteidigt die Pläne dagegen als notwendig und verweist unter anderem auf Nordkorea und die militärische Expansion Chinas. EU einigt sich auf strengere CO2-Grenzwerte für Neuwagen Im Streit um neue Kohlenstoffdioxid-Grenzwerte für Autos haben die EU-Staaten und das EU-Parlament einen Kompromiss erzielt. Die Emissionen von Neuwagen sollen bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden, wie die EU-Kommission mitteilte. Als Zwischenziel sei ein Minus von 15 Prozent bis 2025 vereinbart worden. Die Vorgaben sind deutlich schärfer, als die Autoindustrie und die Bundesregierung dies ursprünglich wollten.
Dec 18, 2018
17.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
09:00
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudi-Arabien wirft US-Senat Einmischung vor Saudi-Arabien hat zwei Resolutionen des US-Senats zum Fall Khashoggi und zum Militäreinsatz im Jemen scharf zurückgewiesen. Die Resolutionen würden auf "falschen Behauptungen" basieren und eine "Einmischung in innere Angelegenheiten" darstellen, erklärte das saudi-arabische Außenministerium. Der Resolution zur Einstellung der US-amerikanischen Hilfen für die von Riad geführte Militäroperation im Jemen werden allerdings ohnehin kaum Chancen ausgerechnet. Dazu müsste das Abgeordnetenhaus ebenfalls zustimmen, was als unwahrscheinlich gilt. Deutschland und Kuwait vereinbaren Kooperation Deutschland und das Golfemirat Kuwait wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Dies solle durch den Austausch von Diplomaten und Experten sowie gemeinsame humanitäre Hilfsaktionen geschehen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete Bundesaußenminister Heiko Maas mit seinem Kollegen Sabah Al-Chalid Al-Sabah bei einem Besuch in Kuwait. Das Golfemirat mit seinen 4,5 Millionen Einwohnern gilt als anerkannter Vermittler in der Region. Maas lobte den Einsatz von Kuwait für den Dialog in Konfliktfällen. Weiteres Todesopfer nach Attentat in Straßburg Die Zahl der Toten nach dem Anschlag in Straßburg ist auf fünf gestiegen. Die Staatsanwaltschaft in Paris teilte mit, ein 36-jähriger Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Der polnische Staatsbürger wohnte seit rund 20 Jahren in Straßburg. Der Attentäter hatte den Mann vor einer Bar schwer verletzt. Augenzeugen zufolge wollten das Opfer und mehrere seiner Freunde den Attentäter hindern, die Bar zu betreten. Der 29-jährige Hauptverdächtige hatte am Dienstag im Umfeld des Straßburger Weihnachtsmarkts auf Passanten geschossen. Nach zweitägiger Flucht wurde er von der Polizei getötet. Menschenrechtler: Kroatien deportiert Migranten über "grüne" Grenze Die kroatische Polizei schiebt nach Angaben von Menschenrechtlern Flüchtlinge und andere Migranten auf illegale Weise über die "grüne" Grenze ins Nachbarland Bosnien-Herzegowina ab. Die zivile Beobachterorganisation Border Violence Monitoring veröffentlichte ein Dossier mit 132 heimlich gefilmten Videos, auf denen mehr als 50 Gruppenabschiebungen zu sehen sein sollen. Das Innenministerium in Zagreb wies den Vorwurf illegaler Rückschiebungen zurück. Die Polizei handle gemäß dem Schengen-Grenzkodex, wenn sie Ausländer, die nicht zur Einreise in die EU befugt sind, an der Grenze zurückweise. Rumänien wettert gegen Europäische Union Kurz vor Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft geht Rumänien auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Ministerpräsidentin Viorica Dancila und der Parteichef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, warfen der EU eine Diskriminierung Rumäniens vor. Dancila verwahrte sich gegen Kritik an ihrer Regierung und forderte ihre Partei auf, "diese Attacken nicht mehr hinzunehmen". Die EU kritisierte unter anderem, Bukarest tue nicht genug gegen Korruption. Parteichef Dragnea beklagte, andere EU-Länder seien "noch viel korrupter" als Rumänien, würden aber weniger kritisiert. Nordkorea verschärft Ton wegen US-Sanktionen Nordkorea hat den USA wegen neuer Sanktionen mit einer Rückkehr zu alten Zeiten der Konfrontation und dem Ende der Bemühungen um eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel "für immer" gedroht. In einer Erklärung des Außenministeriums heißt es, wenn die US-Regierung glaube, Nordkorea durch Verschärfung von Sanktionen und höheren Druck zur Aufgabe seiner Atomwaffen zwingen zu können, unterliege sie der "größten Fehleinschätzung". Die USA hatten am Montag Sanktionen gegen drei ranghohe Nordkoreaner erlassen. Begründet wurde dies mit Menschenrechtsverletzungen. Kerber und Lange als "Sportler des Jahres" ausgezeichnet Die Tennisspielerin Angelique Kerber, der Triathlet Patrick Lange und das deutsche Eishockey-Nationalteam sind die "Sportler des Jahres" 2018. Das haben 1100 Sportjournalisten entschieden. Wimbledonsiegerin Kerber erhielt die Ehrung in Baden-Baden zum zweiten Mal nach 2016 und setzte sich nur knapp vor der Bahnradsportlerin Kristina Vogel durch, die seit ihrem Unfall im Rollstuhl sitzt. Lange gewann vor Eric Frenzel, dem Doppel-Olympiasieger der Nordischen Kombination. Die Silbergewinner der Winterspiele von Pyeongchang sind die erste Eishockey-Mannschaft, die die Auszeichnung erhält.
Dec 17, 2018
15.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:01
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Klimagipfel geht in die Verlängerung Der Klimagipfel der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz dauert länger als geplant. Die Länder können sich in wichtigen Fragen bisher nicht einigen. Es geht vor allem darum, wie das Klimaabkommen von Paris künftig umgesetzt werden kann. Eine Gruppe aus Entwicklungs- und Industrieländern, der sich auch Deutschland angeschlossen hat, rief die Konferenz zu mehr Ehrgeiz auf. Aus Sorge vor einem Scheitern reiste UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum dritten Mal seit Konferenzbeginn nach Kattowitz. Er versucht, die Verhandlungen mit bilateralen Gesprächen zu unterstützen. Mick Mulvaney wird neuer Stabschef von US-Präsident Trump. US-Präsident Donald Trump hat seinen bisherigen Haushaltsdirektor Mick Mulvaney zum Interims-Stabschef im Weißen Haus ernannt. Der 51-Jährige soll den scheidenden Stabschef John Kelly ersetzen. Trump hatte am vergangenen Samstag Kellys Abgang verkündet und erklärt, er wolle in "ein oder zwei Tagen" einen Nachfolger benennen. Die Suche gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht; mehrere Kandidaten sagten Trump ab. Medienberichten zufolge könnte Trump seinen Schwiegersohn und Berater Jared Kushner dauerhaft als Stabschef einsetzen. Misstrauensantrag gegen polnische Regierung gescheitert. Polens Opposition ist am späten Freitagabend mit einem Misstrauensantrag gegen die nationalkonservative PiS-Regierung von Ministerpräsident Morawiecki gescheitert. Gegen den Antrag der liberalkonservativen Partei Bürgerplattform stimmten 233 Abgeordnete. 163 Parlamentarier unterstützten das Votum. Seit Regierungsantritt der PiS 2015 waren bereits mehrere Misstrauensabstimmungen gescheitert. Die liberalkonservative Opposition kritisiert unter anderem die umstrittenen Justizreformen. Diese bedrohten die Unabhängigkeit des Gerichtswesens und hätten Polen ein Rechtsstaatsverfahren der EU-Kommission eingehandelt. Australien erkennt West-Jerusalem als israelische Hauptstadt an. Australien erkennt West-Jerusalem künftig als Hauptstadt Israels an. Der konservative australische Premierminister Scott Morrison sagte, die australische Botschaft werde allerdings so lange in Tel Aviv bleiben, bis es ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern gebe. Sobald eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung erreicht sei, wolle Australien Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines palästinensischen Staates anerkennen, so Morrison. Die Opposition in Australien kritisierte den Beschluss. Die Botschaft nicht zu verlegen sei ein erniedrigender Rückschritt zu vorherigen Ankündigungen. Trotz vereinbarter Waffenruhe Kämpfe in jemenitischer Hafenstadt Hodeida. In der jemenitischen Hafenstadt Hodeida gab es trotz der vereinbarten Waffenruhe weiter Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. In der Stadt soll es laut Augenzeugen zu Schusswechseln und Artilleriefeuer gekommen sein. Nach Angaben der Rebellen soll die von Saudi-Arabien angeführte Koalition in der Region zudem Luftangriffe geflogen haben. Der Waffenstillstand war in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Darauf hatten sich die jemenitische Regierung und die Huthi-Rebellen im Beisein von UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei den Friedensgesprächen in Schweden geeinigt. Kölner Anschlag hatte wohl doch keinen islamistischen Hintergrund. Bei dem Brandanschlag und der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof Mitte Oktober hat es sich nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft offenbar doch nicht um einen islamistischen Anschlag gehandelt. Der entsprechende Verdacht hätte sich bei den Ermittlungen nicht erhärtet. Der Täter, ein 55-jähriger Syrer, hatte in einem Schnellrestaurant eine brennbare Flüssigkeit angezündet und eine heftige Verpuffung ausgelöst. Dabei wurde eine Jugendliche schwer verletzt. Anschließend nahm der Mann in einer Apotheke eine Angestellte als Geisel. Als er diese anzünden wollte, griff ein Spezialkommando der Polizei ein. Früherer BKA-Chef Herold ist tot. Der langjährige Präsident des Bundeskriminalamts, Horst Herold, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Herold war von 1971 bis 1981 Präsident des BKA. Seine Amtszeit war vor allem vom Kampf gegen die Terrororganisation "Rote Armee Fraktion" geprägt. Er gilt auch als einer der Erfinder der computergestützten Polizeiarbeit, die später in die bis heute umstrittene Rasterfahndung mündete. In den 1970er Jahren baute Herold das Bundeskriminalamt vor allem in technischer Hinsicht grundlegend um. So konnte die BKA-Zentrale schon 1972 Informationen innerhalb von Sekunden an Ermittler weitergeben.
Dec 15, 2018
14.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:46
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Klimakonferenz kurz vor Ende noch ohne Kompromiss Vor dem geplanten Ende der UN-Klimakonferenz in Kattowitz an diesem Freitag haben die Teilnehmerstaaten bis in die Nacht ohne Ergebnis beraten. Die polnische Präsidentschaft der Konferenz hatte zuletzt sogar eine Verlängerung ins Spiel gebracht. Unter anderem fordern die ärmeren und vom Klimawandel besonders betroffenen Staaten verlässliche und längerfristige Finanzzusagen. Gestritten wird auch um ein klares Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel, das ein radikales Umsteuern erfordern würde. Zu der Konferenz sind mehr als 30.000 Teilnehmer und Beobachter angereist. EU-Gipfel schickt May mit unverbindlichen Brexit-Zusagen heim Die EU hat Großbritannien neue, aber unverbindliche Zusicherungen gemacht, um die Brexit-Blockade im Parlament aufzubrechen. Dies geht aus einer Erklärung des EU-Gipfels hervor. Premierministerin Theresa May gab sich in Brüssel zuversichtlich, dass der Austrittsvertrag im Unterhaus eine Mehrheit finden werde. EU-Vertreter berichteten von wachsendem Unmut über das Brexit-Chaos und zu vage Vorstellungen Mays. Luxemburgs Premier Bettel warnte May davor, die Geduld der EU-Partner zu sehr zu strapazieren. Die EU will sich nun verstärkt auf einen Austritt Großbritanniens ohne Abkommen vorbereiten. Mutmaßlicher Straßburger Attentäter Chérif Chekatt getötet Die französische Polizei hat den mutmaßlichen Attentäter von Straßburg erschossen. Dies erklärte Innenminister Christophe Castaner. Drei Beamte hatten demnach den 29-jährigen Chérif Chekatt am Abend im Stadtteil Neudorf entdeckt, erklärte der Minister. Der Mann habe das Feuer auf die Beamten eröffnet. Diese hätten zurückgeschossen und ihn tödlich getroffen. Anti-Terror-Kräfte hatten das Viertel mit einem Großaufgebot durchsucht. Bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt waren vier Menschen getötet worden. Derweil reklamierte die Terrorgruppe "Islamischer Staat" das Attentat für sich. Drei Frauen in Nürnberg mit Stichen verletzt In Nürnberg sind drei Frauen mit Stichen schwer verletzt worden. Es sei nicht auszuschließen, dass die Angriffe am Donnerstagabend in nahe beieinander liegenden Straßen im Stadtteil St. Johannis von demselben Täter begangen wurden, teilte die Polizei mit. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Beamte suchten mit Hunden und Hubschraubern nach dem oder den Tätern - bis zum frühen Freitagmorgen ohne Erfolg. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es nach Polizeiangaben zunächst nicht. US-Senat stellt sich gegen Trump-Kurs zu Saudi-Arabien Der US-Senat hat in einem symbolischen Schritt beschlossen, die US-Hilfe für die von Saudi-Arabien geführte Militäraktion im Jemen einzustellen. Damit stellte sich die Mehrheit der Abgeordneten in der Außenpolitik erstmals derart klar gegen den Kurs von Präsident Donald Trump zu Saudi-Arabien. Die von seiner Republikanischen Partei dominierte Kongresskammer bezeichnete den Kronprinzen Mohammed bin Salman als "verantwortlich für den Mord" an dem Journalisten Jamal Khashoggi. Trump will an seiner engen Partnerschaft mit Riad festhalten. Er verweist unter anderem auf US-Rüstungsgeschäfte. Grünes Licht für dritte Geschlechtsoption "divers" Für Menschen mit einem "dritten Geschlecht" kann künftig "divers" im Geburtenregister eingetragen werden. Die neue Möglichkeit tritt neben die Angaben "weiblich" und "männlich" und den Verzicht auf eine solche Angabe. Der Bundestag billigte ein entsprechendes Gesetz mit den Stimmen von Union und SPD. Demnach können Menschen, die weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich sind, auch später noch beim Standesamt ihre Zuordnung ändern lassen. Dies gilt ebenfalls in Fällen, in denen das Geschlecht nach der Geburt falsch eingetragen wurde. Möglich ist dann auch die Wahl neuer Vornamen. Bemanntes Raumflugzeug von Virgin Galactic erreicht All Ein bemanntes Raumflugzeug von Virgin Galactic hat das All erreicht. Die SpaceShipTwo erzielte bei dem Testflug eine Höhe von 83 Kilometern, so dass die beiden Piloten die Schwerelosigkeit spüren und die Erdkrümmung sehen konnten. Damit ist der Weltraum-Tourismus einen Schritt weiter. Nach der sicheren Landung des Raumflugzeugs in der Wüste Kaliforniens kündigte Virgin-Chef Richard Branson weitere Flüge in den kommenden Monaten an. Die Höhe von 83 Kilometern liegt über der Schwelle von 50 Meilen, die vom US-Militär und der Raumfahrtbehörde NASA als Grenze zum Weltraum betrachtet wird.
Dec 14, 2018
13.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:00
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Theresa May übersteht Misstrauensvotum Die britische Premierministerin Theresa May hat die Vertrauensabstimmung ihrer konservativen Fraktion gewonnen. 200 Abgeordnete stimmten für, 117 gegen die Regierungschefin. Um May zu stürzen, hätten ihr mindestens 159 Parlamentarier das Misstrauen aussprechen müssen. Das Ergebnis ist für ein Jahr bindend. Hinter dem Misstrauensantrag standen hauptsächlich die Brexit-Hardliner in Mays Tory-Partei. Sie befürchten, dass der von ihr vorgelegte Brexit-Deal Großbritannien dauerhaft an die EU binden wird. Ein für Dienstag angesetztes Parlamentsvotum über das Abkommen hatte May kurzfristig vertagt. Frankreich verstärkt nach Anschlag in Straßburg Anti-Terror-Einheit Nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg erhöht die Regierung in Paris die Zahl der Soldaten im Anti-Terror-Einsatz. Laut Premierminister Édouard Philippe sollen sich rund 1300 weitere Soldaten der sogenannten Operation Sentinelle anschließen. Dabei handelt es sich um eine Truppe, die nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" 2015 ihre Arbeit aufnahm. Derweil fahnden Ermittler mit Hochdruck weiter nach dem Verdächtigen Chérif Cherkatt. Der 29-Jährige soll am Dienstagabend in der Nähe des Straßburger Weihnachtsmarkts drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt haben. Irische Minderheitsregierung kann bis 2020 weitermachen In Irland hat die größte Oppositionspartei, Fianna Fail, eingewilligt, die Minderheitsregierung auch 2019 zu unterstützen. Man wolle verhindern, "dass sich das politische Chaos, das wir in London sehen, auf Irland ausbreitet", so Oppositionsführer Michael Martin. Seine Partei garantiere deshalb, dass die konservative Regierung auch im kommenden Jahr handlungsfähig sein werde. Irland, das sich eine Grenze mit der britischen Provinz Nordirland teilt, schaut besorgt auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens. Dublin sei auf viele mögliche Folgen des Brexit nicht vorbereitet, sagte Martin. USA kritisieren geplante türkische Militäroffensive in Syrien Die USA haben die angekündigte neue Militäroffensive der Türkei gegen kurdische Kämpfer im Norden Syriens kritisiert. Das Pentagon erklärte, eine einseitige militärische Aktion wäre "inakzeptabel", zumal sich US-Einheiten in der Region aufhielten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch angekündigt, "in einigen Tagen" eine neue Militäroffensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) östlich des Euphrat zu starten. Erdogan bezeichnete die Rebellen als "separatistische Terroristen". Die USA unterstützen die YPG im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz IS. Tote und Verletzte bei Zugunglück in der Türkei Bei einem schweren Zugunglück in der türkischen Hauptstadt Ankara sind mindestens vier Menschen getötet und 43 verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, entgleiste der Zug, weil er mit einer anderen Lokomotive zusammengestoßen war. Wieso gleichzeitig zwei Züge auf denselben Gleisen fahren durften, ist noch unklar. Zugunglücke sind in der Türkei keine Seltenheit. Erst im Juli waren bei einem schweren Unfall in der Nordwesttürkei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Diplomatisches Gezerre: Zweiter Kanadier in China in Haft Die Spannungen zwischen China und Kanada wegen der Affäre um die Finanzchefin des chinesischen Konzerns Huawei haben sich verschärft. In der Volksrepublik wurde ein zweiter Kanadier festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtet, wird der Mann beschuldigt, in Aktivitäten verwickelt zu sein, die die nationale Sicherheit gefährdeten. Zuvor war einem kanadischen Ex-Diplomaten das gleiche Vergehen vorgeworfen worden. Die Verhaftungen werden von Beobachtern als mögliche chinesische Vergeltung für die Festnahme der Tochter des Huawei-Gründers, Ren Zhengfei, in Kanada auf Antrag der USA angesehen.
Dec 13, 2018
12.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
05:45
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Misstrauensvotum gegen britische Premierministerin May In Großbritannien muss sich Premierministerin Theresa May einem Misstrauensvotum stellen. Die erforderliche Zahl von Stimmen sei erreicht, teilte der Vorsitzende des zuständigen Parlamentsausschusses mit. May hatte am Montag überraschend die Abstimmung über das Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union angesichts einer drohenden Niederlage verschoben. Sie wollte sich bis zum EU-Gipfel am Donnerstag um ein weiteres Entgegenkommen der EU bemühen. Attentäter von Straßburg weiter auf der Flucht Nach dem Terroranschlag auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt suchen die Behörden nach dem flüchtigen Täter. An der Fahndung sind 350 Sicherheitskräfte beteiligt, wie Innenminister Christophe Castaner in der Nacht in Straßburg sagte. Außerdem rief die Regierung die höchste Terrorwarnstufe aus. Der Täter hatte am Dienstagabend an drei Orten in Straßburg Angriffe verübt, wie Innenminister Christophe Castaner sagte. Er habe dabei drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt, sechs von ihnen schwer. Der polizeibekannte Gefährder war auch in Deutschland verurteilt worden. Trump droht mit "Shutdown" Im Streit mit den Demokraten über die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko droht US-Präsident Donald Trump mit einem Regierungsstillstand. Trump fordert fünf Milliarden Dollar zur Finanzierung der Mauer entlang der Grenze zum südlichen Nachbarn. Die Demokraten wollen lediglich 1,3 Milliarden Dollar für die Grenzsicherung ausgeben, wie es heißt. Die Finanzierung der Regierungsbehörden in den USA ist nur noch bis zum 21. Dezember gesichert. Gelingt bis dahin kein Kompromiss, müssten Behörden und andere öffentliche Stellen ihre Arbeit einstellen. Huawei-Managerin gegen Kaution freigelassen Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des Huawei-Konzerns, Meng Wanzhou, kommt gegen Kaution auf freien Fuß. Ein Gericht in Vancouver stimmte einem entsprechenden Antrag ihrer Verteidiger zu. Die Managerin des chinesischen Telekom-Unternehmens war Anfang Dezember auf Betreiben der US-Behörden in Kanada festgesetzt worden. Meng wird vorgeworfen, über ein inoffizielles Tochterunternehmen namens Skycom Geschäfte mit dem Iran gemacht und dadurch gegen Sanktionen verstoßen zu haben. Der Fall belastet die Beziehungen Chinas zu den USA und Kanada. Kriegsrecht für Insel Mindanao verlängert Auf den Philippinen ist das Kriegsrecht für Mindanao - die zweitgrößte Insel des Landes - um ein weiteres Jahr bis Ende 2019 verlängert worden. Präsident Rodrigo Duterte hatte darum gebeten, um der Armee mehr Zeit zu geben, den Terrorismus in der Region zu bekämpfen, wie es hieß. Auf Mindanao hatten Islamisten 2017 die Großstadt Marawi unter ihre Kontrolle gebracht. Erst nach fünfmonatigen Kämpfen gelang es dem Militär, Marawi zurückzuerobern.
Dec 12, 2018
11.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
07:48
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Theresa May wird von Kanzlerin Merkel empfangen Einen Tag nach der verschobenen Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus reist Premierministerin Theresa May zu Gesprächen über den Brexit-Deal nach Den Haag und Berlin. May hatte die Abstimmung abgesagt, weil sich eine Niederlage im Parlament abzeichnete. Sie will nun versuchen, bei anderen EU-Staaten und der EU-Kommission Verbesserungen zu erreichen. Vertreter Deutschlands und Frankreichs sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnen Nachverhandlungen ab. Tusk lud May aber für Donnerstag zu Gesprächen im Rahmen des EU-Gipfels ein. Merkel fordert von Putin Freilassung ukrainischer Seeleute Vor einem deutsch-französischen Vermittlungsversuch im Ukraine-Konflikt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine klare Richtung vorgegeben: In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin drängte Merkel auf die Freilassung von 24 ukrainischen Seeleuten. Russland hatte Ende November drei ukrainischen Schiffen die Durchfahrt der Meerenge vor der Halbinsel Krim verweigert und die Besatzungsmitglieder festgenommen. Der Vorfall hatte große Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst. In Berlin wollen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine nach Lösungen suchen. Millionen Menschen im Jemen leiden Hunger Im Jemen haben nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile 20 Millionen Menschen - das sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung - große Schwierigkeiten, an ausreichend Lebensmittel zu kommen. Fast einer Viertelmillion Menschen drohe der akute Hungertod, teilte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock in New York mit. Für 2019 würden vier Milliarden US-Dollar benötigt, um das schlimmste Leid zu mildern. Saudi-Arabien, das im Jemen die vom Erzfeind Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft, hat laut Lowcock wieder hohe Spenden zugesagt. Weitere US-Sanktionen gegen Nordkorea Die USA haben gegen drei hochrangige Mitglieder der Führung Nordkoreas Strafmaßnahmen verhängt. Sie betreffen den Direktor der Abteilung für Propaganda der Arbeiterpartei, den Minister für Staatssicherheit sowie den Direktor der Abteilung für Organisation und Lenkung, der als enger Vertrauter von Machthaber Kim Jong Un gilt. Sie alle hätten Menschenrechtsverstöße begangen, teilte das US-Finanzministerium mit. Mögliche Konten würden gesperrt, Transaktionen mit ihnen untersagt. Da Nordkorea weitgehend vom Rest der Welt isoliert ist, haben die Maßnahmen zwar kaum praktische, dafür aber große symbolische Bedeutung. Google schließt Online-Netzwerk nach neuer Panne schneller Das Online-Netzwerk Google Plus wird früher als geplant geschlossen. Angesichts einer weiteren Datenpanne will Google das Netzwerk schon im April 2019 schließen - bisher war August als Termin genannt worden. Bei dem jüngst entdeckten Fehler seien Informationen von 52,5 Millionen Nutzern betroffen gewesen, teilte der Internet-Konzern mit. So seien unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Alter und Beschäftigung von Usern nach außen gedrungen. Google Plus hatte bereits seit 2015 eine Schwachstelle, durch die App-Entwickler ebenfalls auf Daten von Nutzern zugreifen konnten. NASA-Raumsonde verlässt Heliosphäre der Sonne Sechs Jahre nach ihrer Schwester-Raumsonde Voyager 1 hat nun auch Voyager 2 den Bereich der Magnetfelder um die Sonne verlassen. Analysen hätten ergeben, dass die Sonde aus der Heliosphäre ausgetreten sei, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Sie sei rund 18 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, könne aber noch mit den Forschern kommunizieren - allerdings dauere jede Informationsübertragung 16 Stunden. Die beiden Raumsonden waren 1977 gestartet worden, um die Planeten Jupiter und Saturn zu erforschen. Damit zählen die Missionen zu den erfolgreichsten NASA-Unternehmungen aller Zeiten.
Dec 11, 2018
10.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:45
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweite Steigerung der Rüstungsgeschäfte um 2,5 Prozent Die weltweite Produktion von Rüstungsgütern ist 2017 zum dritten Mal hintereinander gestiegen. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri mitteilte, belief sich der Verkauf von Waffen- und Militärdiensten der 100 weltweit größten Rüstungsunternehmen im vergangenen Jahr auf fast 400 Milliarden Dollar. Das waren 2,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. US-Unternehmen legten demnach um zwei Prozent zu. An zweiter Stelle lagen russische Konzerne. Großbritannien bleibt der größte europäische Waffenlieferant. Die deutschen Rüstungskonzerne steigerten ihre Verkäufe um zehn Prozent. UN-Sonderbeauftragte wirbt nochmals für den Migrationspakt Vor Beginn der UN-Konferenz in Marokko hat die UN-Sonderbeauftragte Louise Arbour die Verbreitung von Fehlinformationen über den Migrationspakt beklagt. Der Pakt erlege den Staaten nichts auf, da er rechtlich nicht bindend sei. Durch ihn werde kein Recht auf Migration geschaffen, sagte sie. Mehr als 150 Nationen wollen heute in Marrakesch den UN-Migrationspakt verabschieden. Das Dokument enthält Vorschläge, wie die internationale Migrationspolitik verbessert und gegen illegale Einwanderung vorgegangen werden kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel will auf der Konferenz eine Rede halten. Saudi-Arabien lehnt Auslieferung von Verdächtigen im Fall Khashoggi ab Im Fall des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien eine Auslieferung von zwei hohen Beamten ausgeschlossen. Die Türkei hatte Anfang Dezember gegen die beiden Haftbefehle erlassen. Es handelt sich um einen Vertrauten von Kronprinz Mohammed bin Salman und den ehemaligen Vize-Geheimdienstchef. Die Männer haben nach Überzeugung der türkischen Ermittler zu der Gruppe gehört, die den Mord geplant hat. Außenminister Adel al-Dschubair sagte, Saudi-Arabien liefere seine Bürger nicht aus. Khashoggi war am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Bündnis von Paschinjan gewinnt Wahl in Armenien Bei der Parlamentswahl in Armenien liegt das Bündnis von Ministerpräsident Nikol Paschinjan deutlich vorn. Nach Auszählung der meisten Wahlbezirke erhält es rund 70 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission in der Hauptstadt Eriwan mitteilte. Insgesamt hatten sich elf Parteien und Wahlblöcke zur Abstimmung gestellt. Paschinjan will mit der vorgezogenen Wahl eine Mehrheit in der Nationalversammlung erreichen, um angekündigte Reformen durchsetzen zu können. Bislang haben die Republikaner die Mehrheit im Parlament. Macron spricht am Montagabend zu den Franzosen In der seit Wochen andauernden "Gelbwesten"-Krise will sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend öffentlich äußern. Dies teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Zuvor hatten unter anderem Vertreter der Protestbewegung und die Opposition Antworten des Staatschefs gefordert, der bislang vor allem Premier Édouard Philippe das Wort überlassen hatte. Seit Mitte November halten die Proteste Frankreich in Atem. Die "Gelbwesten" fordern mehr Steuergerechtigkeit und eine Verbesserung der Kaufkraft. Die Wut vieler richtet sich aber auch allgemein gegen Macron und dessen Reformpolitik. Trumps Favorit sagt ab US-Präsident Donald Trump muss weiter nach einem neuen Stabschef für das Weiße Haus suchen. Der Wunschkandidat Nick Ayers will das Amt nicht übernehmen. In einer Twitter-Botschaft kündigte der bisherige Stabschef von Vize-Präsident Mike Pence an, seine Arbeit in Washington nur noch bis Ende des Jahres fortführen zu wollen und sich dann anderweitig in Trumps Sinne politisch betätigen zu wollen. Laut Kreisen in der US-Hauptstadt sind nun Finanzminister Steven Mnuchin und der als erzkonservativ geltende republikanische Abgeordnete Mark Meadows als Nachfolger für John Kelly im Gespräch. Nobelpreisträger nehmen Auszeichnungen entgegen In Oslo und Stockholm werden am heutigen Montag die Träger der diesjährigen Nobelpreise ihre Auszeichnung entgegennehmen. Den Friedensnobelpreis bekommen die Jesidin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege. Sie haben bekannt gemacht, wie sexuelle Gewalt gegen Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten als Waffe genutzt wird. Bei einer Pressekonferenz forderten die beiden Preisträger die Weltgemeinschaft auf, Gewalt gegen Frauen in Kriegen zu bekämpfen. Es sei ein Punkt erreicht, an dem es nicht ausreiche, darüber zu reden und es anzuprangern, sagte der Gynäkologe Mukwege.
Dec 10, 2018
08.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
05:57
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sechs Tote bei Panik in Diskothek bei Ancona Bei einer Massenpanik in einer Diskothek in Italien sind in der Nacht sechs Minderjährige ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden bei dem Unglück während eines Rap-Konzerts in Corinaldo bei Ancona an der Adriaküste über hundert Menschen verletzt. Ob Reizgas oder eine brennende Substanz der Auslöser für die Massenpanik war, ist unklar. Die jungen Konzertbesucher versuchten zu fliehen, im Gedränge stürzten Menschen zu Boden und wurden niedergetrampelt. Die neue CDU-Vorsitzende schlägt Generalsekretär vor Die CDU setzt heute auf dem Parteitag in Hamburg ihre Beratungen fort. Die neue Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will einen Personalvorschlag für den Posten des Generalsekretärs vorlegen. Sie stelle derzeit ein Team zusammen, das die Arbeit der Partei organisieren solle, erklärte sie. Ihre Hauptaufgabe sei, die Partei zusammenzuhalten und zu erneuern. Dabei sehe sie auch ihre unterlegenen Konkurrenten Friedrich Merz und Jens Spahn in der Pflicht. Kramp-Karrenbauer sagte in Interviews, sie werde Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützen. Sie traue sich das Kanzleramt auch selbst zu. USA beschuldigen Russland und Syrien der Falschinformation Die USA haben Russland und Syrien beschuldigt, einen Giftgasangriff auf die syrische Großstadt Aleppo vorgetäuscht zu haben, um Rebellengebiete angreifen zu können. Dabei geht es um einen Vorfall vom 24. November. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte damals gemeldet, dass etwa hundert Menschen mit Atemnot in Krankenhäusern behandelt wurden. Syriens Verbündeter Russland hatte erklärt, der Angriff sei aus der Nachbarprovinz Idlib erfolgt, die von Rebellen kontrolliert wird. Russische Kampfflugzeuge hatten daraufhin Rebellengebiete in Idlib bombardiert, obwohl dort ein Waffenstillstand galt. Japan öffnet Arbeitsmarkt für Migranten Japan öffnet sich für mehr ausländische Arbeitsmigranten. Das Parlament verabschiedete mit den Stimmen des rechtskonservativen Koalitionslagers ein neues Visumssystem, das ab kommenden April gelten soll. So sollen in den nächsten Jahren mehrere hunderttausend Gastarbeiter ins Land geholt werden. Die Opposition befürchtet, dass Job- und Lebensbedingungen für Migranten unklar seien. Schon jetzt seien Arbeiter aus Schwellenländern Ausbeutung und sozialer Isolation ausgesetzt. Flüchtlinge nimmt Japan kaum auf. Experten begrüßen, dass eine Debatte über eine Immigrationspolitik angestoßen wurde. US-Neonazi wegen Mordes an Demonstrantin verurteilt In der US-Stadt Charlottesville hat ein Gericht einen Rechtsextremen für den Mord an einer Demonstrantin während der Ausschreitungen im August 2017 schuldig gesprochen. Der 21-jährige James Fields wurde von einer Jury zudem wegen mehrfacher Körperverletzung und Fahrerflucht verurteilt. Das berichten US-Medien. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Dem Angeklagten droht lebenslange Haft. Fields war während eines Aufmarschs von Rechtsextremisten in Charlottesville mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren und tötete eine 32-jährige Frau.
Dec 08, 2018
07.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
09:03
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU entscheidet über Parteivorsitz Auf ihrem Parteitag in Hamburg wollen die Delegierten der CDU an diesem Freitag eine neue Parteispitze wählen. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich um den Vorsitz beworben. Erringt bei der geheimen Abstimmung kein Kandidat die absolute Mehrheit, findet anschließend eine Stichwahl statt. Angela Merkel tritt nach 18 Jahren nicht mehr als CDU-Chefin an. Sie will aber nach eigener Aussage bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzlerin bleiben. CDU/CSU laut ARD-Deutschlandtrend wieder bei 30 Prozent Die Unionsparteien haben im jüngsten ARD-Deutschlandtrend deutlich zugelegt. CDU und CSU steigern ihre Werte in der sogenannten Sonntagsfrage um vier Prozentpunkte und kommen auf 30 Prozent Zustimmung bei den Deutschen. Die Grünen verlieren drei Prozentpunkte, bleiben aber mit 20 Prozent zweitstärkste Kraft. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nur 14 Prozent der Wähler für die SPD entscheiden. Damit erreichen die Sozialdemokraten dasselbe Ergebnis wie die rechtspopulistische AfD. FDP und Linke stehen bei jeweils acht Prozent. UN-Vollversammlung lässt Hamas-kritische Resolution scheitern Eine Verurteilung der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas wegen ihrer Raketenangriffe auf Israel hat in der UN-Vollversammlung nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen. Nur 87 der 193 Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, stimmten dafür, 58 dagegen. Der Beschluss wäre, anders als Resolutionen des Weltsicherheitsrates, rechtlich nicht bindend gewesen. Die USA, die EU und Israel stufen die im Gazastreifen herrschende Hamas als Terrororganisation ein. Viele Festnahmen nach Schülerprotesten in Frankreich Schüler und Studenten haben sich in mehreren französischen Städten gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Insgesamt wurden mehr als 700 Personen festgenommen. Die Proteste richteten sich gegen härtere Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und Kürzungen beim Lehrpersonal. Auf die Proteste der sogenannten Gelbwesten hat Präsident Emmanuel Macron bereits reagiert: Die geplanten Steuererhöhungen für Benzin und Diesel werden für ein Jahr ausgesetzt. Trotzdem sind für das kommende Wochenende neue Demonstrationen angekündigt. Belgisches Parlament billigt UN-Migrationspakt Das belgische Parlament hat mit großer Mehrheit für die Annahme des UN-Migrationspakts gestimmt. 107 Abgeordnete waren dafür, 36 dagegen. Der Streit um den "Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration" hatte in Belgien zu einer Regierungskrise geführt. Der flämisch-nationalistische Koalitionspartner des liberalen Regierungschefs Charles Michel verweigerte seine Zustimmung und drohte mit dem Bruch des Regierungsbündnisses. Michel will wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach Marrakesch reisen, wo der UN-Migrationspakt unterzeichnet werden soll. Hilfsorganisation SOS Méditerranée trennt sich von der "Aquarius" Der Chartervertrag für das Flüchtlingsschiff "Aquarius" wird von SOS Méditerranée nicht verlängert. Als Gründe nannte die Hilfsorganisation politischen Druck, der auf die Flüchtlingsretter ausgeübt worden sei. Seit Oktober war die "Aquarius" de facto stillgelegt. Im Sommer dieses Jahres waren mit ihr Hunderte von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer gerettet worden. Weitere Schlagzeilen machte das Schiff, als es erst nach wochenlanger Irrfahrt mit 58 Migranten in Malta anlegen durfte. Die letzten dieser Flüchtlinge wurden jetzt nach Deutschland ausgeflogen. Mehr als eine Million Verkehrstote weltweit Jedes Jahr kommen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 1,4 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Mehr als ein Viertel der Opfer waren als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. Während es in Europa 9,3 Verkehrstote je 100.000 Einwohner gebe, seien es in Afrika 26,6, teilte die WHO mit. Vielerorts fehlten rechtliche Regelungen, die den Straßenverkehr sicherer machten. So gelte in mehr als 100 Ländern auf der Welt eine Gurtpflicht, doch nur 44 Staaten hätten effektive Gesetze gegen Alkohol am Steuer. Kindersitze seien lediglich in 33 Ländern vorgeschrieben.
Dec 07, 2018
06.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:28
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neuer Anlauf für Jemen-Friedensgespräche Vier Jahre bereits dauert der Bürgerkrieg im Jemen. Unter UN-Vermittlung wollen Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen in Schweden nun über ein Ende des Konflikts verhandeln. Mehr als 10.000 Menschen wurden bisher getötet. Die Vereinten Nationen sprechen von der schwersten humanitären Krise weltweit. Angeheizt wird der Krieg dadurch, dass beide Seiten große Regionalmächte hinter sich haben: Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi wird vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt, das mit Verbündeten Luftangriffe fliegt. Der schiitische Iran steht an der Seite der Huthi-Rebellen. Frankreichs Regierung geht weiteren Schritt auf "Gelbwesten" zu Frankreichs Regierung reagiert mit weiteren Zugeständnissen auf die anhaltenden Proteste der "Gelbwesten". Die geplante Anhebung der Ökosteuer auf Benzin und Diesel werde für das gesamte kommende Jahr ausgesetzt, bestätigte Umweltminister François de Rugy. Der Druck auf Präsident Emmanuel Macron dürfte sich dennoch weiter erhöhen. Nach den "Gelbwesten" wollen nun auch Schüler und Bauern in Frankreich auf die Straße gehen. Haftstrafe gegen australischen Ex-Erzbischof Wilson aufgehoben Ein Berufungsgericht im australischen Newcastle hat die Verurteilung des früheren Erzbischofs Philip Wilson zu einem Jahr Gefängnis wegen der Vertuschung von Missbrauchsfällen aufgehoben. Laut Medienberichten folgte Richter Roy Ellis der Argumentation von Wilsons Anwälten, wonach die Staatsanwaltschaft die Schuld des katholischen Geistlichen nicht zweifelsfrei nachgewiesen habe. Der 68-Jährige war schuldig gesprochen worden, den Missbrauch zweier Messdiener durch einen pädophilen Priester in den 1970er Jahren vertuscht zu haben. Ölkartell OPEC unter Druck Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) verhandelt bei einem Ministertreffen in Wien über Details für eine mögliche Förderkürzung. Am Mittwochabend hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass das Kartell und weitere wichtige Förderländer wie Russland künftig weniger Öl aus dem Boden pumpen wollen. Der Ölpreis ist seit Oktober um mehr als 30 Prozent gefallen. US-Präsident Donald Trump rief die OPEC auf, die Menge nicht zu drosseln. Vor allem Saudi-Arabien steht damit vor einem Dilemma: Riad will die Beziehungen zu Washington nach dem Mordfall Khashoggi nicht noch stärker belasten. Weltweiter CO2-Ausstoß geht erneut nach oben Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) hat in diesem Jahr laut einer Studie weiter zugenommen und dürfte einen neuen Rekordwert erreichen. Vor allem weil mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 um mehr als zwei Prozent gestiegen, warnt der Forschungsverbund "Global Carbon Project". Derzeit verhandeln Vertreter von fast 200 Ländern auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz in Polen über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Ziel ist es, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen - im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um 1750. Huawei-Finanzchefin in Kanada verhaftet Die Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei ist in Kanada verhaftet worden und muss mit einer Auslieferung an die USA rechnen. Für Freitag sei eine Anhörung angesetzt, ob Meng Wanzhou gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden könne, teilte das kanadische Justizministerium mit. Medienberichten zufolge wird ihr zur Last gelegt, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, die die USA gegen den Iran verhängt haben. Es geht dabei auch um den Vorwurf, dass Huawei Produkte aus den USA in den Iran geliefert hat. Türkei stellt Haftbefehl für Can Dündar aus Die türkische Justiz hat einen weiteren Haftbefehl gegen den in Deutschland lebenden ehemaligen Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, ausgestellt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit Ermittlungen zu den großen regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013. Dem Bericht zufolge sieht der Staatsanwalt es als erwiesen an, dass Dündar Verbindungen zum prominenten Aktivisten Osman Kavala hatte. Beide sollen die Gezi-Proteste organisiert haben.
Dec 06, 2018
05.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:34
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsche Autobauer setzen auf Investitionen in USA Nach einem Spitzentreffen im Weißen Haus haben die deutschen Autobauer ein stärkeres Engagement in den USA angekündigt. VW-Chef Herbert Diess stellte eine Partnerschaft mit dem US-Autobauer Ford in Aussicht. BMW kündigte Investitionen in Höhe von 600 Millionen Dollar und 1000 neue Jobs an. Diess war mit Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter zu dem Treffen nach Washington gereist. Dort sprachen sie auch kurz mit Präsident Donald Trump. Diess sagte danach: "Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um Autozölle zu vermeiden." US-Republikaner geben Trump im Fall Khashoggi Kontra Für führende Parteikollegen von US-Präsident Donald Trump im Kongress steht die Verwicklung des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi fest. Der republikanische Vorsitzende des Außenausschusses im Senat, Bob Corker, sagte nach einem Treffen mit CIA-Chefin Gina Haspel, er habe "null Zweifel", dass der Thronfolger das Verbrechen angeordnet habe. Ähnlich äußerte sich der republikanische Senator Lindsey Graham. Die Senatoren gingen auf Distanz zu Trump, der sagt, für eine Mordbeteiligung des Kronprinzen gebe es keine Beweise. Zwei Deutsche in USA wegen "Panama Papers" angeklagt Im Zusammenhang mit dem "Panama Papers"-Skandal hat die US-Justiz zwei Deutsche, einen US-Buchhalter und einen Anwalt aus Panama angeklagt. Den vier Männern, die teilweise mit der umstrittenen Kanzlei Mossack Fonseca zusammenarbeiteten, werden nach Angaben des Justizministeriums Geldwäsche und Steuervermeidung vorgeworfen. Ihnen drohen lange Haftstrafen. Allerdings wurde der Anwalt aus Panama noch nicht gefasst. Die Kanzlei Mossack Fonseca steht im Mittelpunkt der Affäre. Sie wurde in diesem Jahr geschlossen. Weniger Terroropfer weltweit Die Zahl der Terroropfer ist weltweit deutlich zurückgegangen. 2017 starben bei Anschlägen 18.814 Menschen - und damit 27 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie aus dem globalen Terrorismus-Index des Instituts für Wirtschaft und Frieden hervorgeht. Im Vergleich zu 2014 ging die Opferzahl gar um 44 Prozent zurück. Besonders im Irak und in Syrien habe sich die Lage wegen des Rückzugs der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verbessert. In Europa sei die Zahl der Toten durch Terroranschläge von 168 im Jahr 2016 auf 81 im vorigen Jahr gesunken, heißt es in dem in London veröffentlichten Report. Internationale Razzia gegen 'Ndrangheta Ermittler in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien sind mit einer großangelegten Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta vorgegangen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes wurden mehrere Verdächtige festgenommen. In Deutschland gab es Einsätze in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die kalabrische 'Ndrangheta gilt inzwischen als die mächtigste italienische Mafia-Organisation. Sie dominiert den Drogenschmuggel nach Europa. Israel zerstört Hisbollah-Tunnel aus dem Libanon Die israelische Armee hat einen "grenzquerenden Angriffstunnel" der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah unter der israelisch-libanesischen Grenze gefunden. Dieser werde nun unbrauchbar gemacht, teilte die Armee mit. Der Tunnel im östlichen Teil der Grenze reiche rund 40 Meter in israelisches Gebiet herein. Man wisse, dass es weitere Tunnel gebe. Laut Armee will die vom Iran finanzierte Hisbollah eine Terrorinfrastruktur gegen israelische Zivilisten schaffen. Israel hat in der Vergangenheit schon mehrfach Tunnel der radikal-islamischen Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel zerstört. Steinmeier reist zu sechstägigem Besuch nach China Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt an diesem Mittwoch einen sechstägigen Staatsbesuch in der Volksrepublik China. Erste Station ist die südchinesische Millionenstadt Kanton, wo er ein deutsch-chinesisches Berufsbildungszentrum besucht. Zudem will er sich über Entwicklungen bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz informieren. Am Freitag reist Steinmeier weiter in die Provinz Sichuan. Dort will er sich zehn Jahre nach dem schweren Erdbeben einen Überblick über den Wiederaufbau verschaffen. Die Gespräche mit Chinas politischer Führung sind erst für Montag geplant.
Dec 05, 2018
04.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
08:52
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Eurogruppe einigt sich auf Reformschritte Die Euro-Finanzminister haben sich auf einen Kompromiss zur Reform der Währungsunion geeinigt. Das teilte ein Sprecher von Eurogruppen-Chef Mário Centeno nach rund 16-stündigen Verhandlungen in Brüssel mit. Details wurden zunächst nicht genannt. Bei dem Treffen der Eurogruppe in Brüssel ging es unter anderem um eine Weiterentwicklung des Euro-Rettungsschirms ESM und die Einführung eines Eurozonen-Budgets. Brexit-Debatte im britischen Parlament beginnt Das britische Unterhaus debattiert von diesem Dienstag an fünf Tage lang über das mit der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen. Die Abgeordneten stimmen in einer Woche über das Dokument ab. Sollte das Parlament die Vereinbarung nicht annehmen, droht ein ungeordneter Austritt Großbritanniens. Beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg äußert sich der Generalanwalt zu der Frage, ob London den Brexit einseitig rückgängig machen könnte. Sollte der EuGH diese Möglichkeit bejahen, könnte das für die Abgeordneten ein weiterer Grund sein, gegen das Abkommen zu stimmen. Deutsche Autobosse zu Gesprächen im Weißen Haus Vor dem Hintergrund drohender Importzölle kommen Spitzenmanager führender deutscher Autohersteller an diesem Dienstag in Washington mit Vertretern der US-Regierung zusammen. An der Zusammenkunft im Weißen Haus nehmen Daimler-Chef Dieter Zetsche, VW-Chef Herbert Diess und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter teil. Sie treffen unter anderem auf US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross und den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle von 25 Prozent auf importierte Autos angedroht. Bushs Leichnam im Kapitol in Washington aufgebahrt Mit einer Zeremonie im US-Kapitol haben Abgeordnete von Senat und Repräsentantenhaus des verstorbenen früheren US-Präsidenten George Bush gedacht. Für das Weiße Haus würdigte Vizepräsident Mike Pence die Verdienste des 41. Präsidenten, der von 1989 bis 1993 regiert hatte. Unter Bushs Führung habe Amerika den Kalten Krieg gewonnen, sagte Pence. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, würdigte den Verstorbenen als "großen Patrioten". Bushs Leichnam wurde im Kapitol aufgebahrt. Dort können Bürger bis Mittwoch Abschied nehmen. Am Mittwoch gilt eine eintägige Staatstrauer. Fast 500 Neonazis untergetaucht In Deutschland können Haftbefehle gegen 467 Rechtsextremisten nicht vollstreckt werden, weil die Beschuldigten nicht aufzufinden sind. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag. Mehr als jeder vierte Gesuchte gelte als gewalttätig. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der gesuchten Neonazis demnach fast verdoppelt. Als ein Grund dafür gelte die wachsende Zahl rechtsextremistisch motivierter Taten im Zuge der Flüchtlingskrise. DLR-Satellit bringt Gewächshäuser ins All Ein deutscher Satellit zur Erprobung von Gewächshäusern im Weltraum ist im vierten Anlauf ins All gestartet. Eine Falcon-9-Rakete mit dem Eucropis-Satelliten hob von einer Militärbasis in Kalifornien ab. Der Satellit hat zwei biologische Lebenserhaltungssysteme an Bord. Im Zuge der Eucropis-Mission sollen kleine Weltraumtomaten heranwachsen und wichtige Erkenntnisse über die Versorgung von Astronauten auf künftigen Langzeitmissionen zum Mond und zum Mars liefern. Entwickelt und gebaut wurde der Satellit vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Universität Erlangen-Nürnberg. Fußballer Luka Modric erringt erstmals den Ballon d'Or Der Kroate Luka Modric hat den Ballon d'Or gewonnen. Der Vize-Weltmeister von Real Madrid setzte sich bei der Abstimmung des französischen Fachmagazin "France Football" gegen seinen Ex-Teamkollegen Ronaldo durch, der den Preis schon fünf Mal errungen hat. Der 33-jährige Modric war bereits zum Weltfußballer des Jahres gekürt worden. Bei den Frauen sicherte sich die Norwegerin Ada Hegerberg von Olympique Lyon den Ballon d'Or vor der Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg. In der Fußball-Bundesliga kam Bayer Leverkusen beim Aufsteiger Nürnberg nicht über eins zu eins hinaus.
Dec 04, 2018
03.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
09:38
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Katar will im Januar aus der OPEC aussteigen Katar will im Januar die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) verlassen. Dies kündigte Energieminister Saad al-Kaabi in Doha an. Sein Land wolle sich künftig auf die Steigerung der Gasproduktion konzentrieren. Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien sowie Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten 2017 ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Golfstaat verhängt. Sie werfen Katar vor, "Terrorismus" zu unterstützen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran - dem Erzfeind Saudi-Arabiens - zu pflegen. Weltbank sagt 200 Milliarden Dollar für Kampf gegen Klimawandel zu Die Weltbank hat 200 Milliarden Dollar Hilfen für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zugesagt. Die Hilfen gelten für den Zeitraum von 2021 bis 2025 und stellen eine Verdopplung der Hilfen des aktuellen Fünf-Jahres-Plans dar, wie die Weltbank kurz nach Beginn der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz ankündigte. Zwei Wochen verhandeln die Vertreter von knapp 200 Staaten darüber, wie die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können. Berlin und Paris wollen Finanztransaktionssteuer in der EU Deutschland und Frankreich unternehmen einen neuen Vorstoß, in Europa eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Die erzielten Einnahmen könnten ein Beitrag zu einem Euro-Zonen-Budget sein, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers, das der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt. Länder, die sich daran beteiligten, sollten die Steuereinnahmen mit ihren Beiträgen zum EU-Haushalt verrechnen können. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein französischer Kollege Bruno Le Maire wollen ihren Vorschlag am Rande des Euro-Finanzministertreffens an diesem Montag in Brüssel präsentieren. Ultrarechte Vox-Partei zieht in andalusisches Parlament ein In Spanien zieht zum ersten Mal seit der Wiedereinführung der Demokratie eine ultrarechte Partei in ein Regionalparlament ein. Bei der Wahl in Andalusien erhielt die fremdenfeindliche Vox-Partei zwölf der 109 Sitze. Die seit 1982 regierenden Sozialisten erreichten nur 33 Mandate. Für die Regierungsbildung bedeutet dies eine Mehrheit politisch eher rechts orientierter Parteien im andalusischen Parlament. Die Regionalwahl galt auch als Stimmungstest für die sozialistische Regierung Spaniens. Andalusien ist mit 8,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region des Landes. UN-Flugzeug fliegt verletzte Huthi-Rebellen aus dem Jemen aus Ein Flugzeug der Vereinten Nationen soll nach Angaben der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen an diesem Montag 50 verletzte Huthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland ausfliegen. Es handle sich dabei um eine "vertrauensbildende Maßnahme" vor den bevorstehenden Friedensgesprächen in Schweden, sagte ein Sprecher der Militärkoalition laut der amtlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur SPA. Die Koalition habe der UN-Forderung zugestimmt, Evakuierungsaktionen aus medizinischen Gründen zu ermöglichen. Die verletzten Rebellen sollen demnach nach Maskat im Oman ausgeflogen werden. Nigerias Präsident Buhari tritt Gerüchten über eigenen Tod entgegen Nigerias Präsident Muhammadu Buhari ist Gerüchten entgegengetreten, er sei gestorben und durch einen Doppelgänger aus dem Sudan ersetzt worden. "Ich bin es wirklich, das kann ich Ihnen versichern", sagte der fast 76 Jahre alte Staatschef bei einem Treffen mit Landsleuten am Rande der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. Die Gerüchte über den Tod Buharis waren vor allem über soziale Netzwerke verbreitet worden. Er hatte sich 2017 für medizinische Behandlungen längere Zeit in Großbritannien aufgehalten - an welcher Krankheit Buhari litt, blieb ein Geheimnis. UEFA beschließt dritten Europapokal-Wettbewerb Der europäische Fußballverband UEFA hat die Einführung eines weiteren Europacups beschlossen. Von der Saison 2021/22 an wird es neben Champions League und Europa League einen neuen Wettbewerb geben, an dem 32 Teams in einer Gruppenphase starten. In der Fußball-Bundesliga hat derweil Eintracht Frankfurt den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Der DFB-Pokalsieger unterlag dem VfL Wolfsburg in eigener Arena mit 1 : 2. Zuvor hatte RB Leipzig das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 2 : 0 für sich entschieden. Die Sachsen eroberten damit Platz drei der Tabelle.
Dec 03, 2018